Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-554494
Das 
Mittelalter. 
Auch das Mittelalter wendet, wenn auch nicht allzu- 
haufig, thierische und menschliche Formen an structiven 
Bautheilen an, aber dieselben haben in den wenigsten 
Fällen eine structive Aufgabe zu erfüllen und wenn, so 
ist sie doch recht nebensächlich gemeint. In der ersten 
Zeit hatten Thier- und Menschenformen vorwiegend eine 
religiös-tendenziöse Bedeutung, dabei konnten die Bau- 
meister durchaus nicht neutrale Felder von structiven Bau- 
theilen unterscheiden und nahmen gar keinen Anstand, auf 
eminent structiven Theilen figurale Decorationen anzubringen. 
In der zweiten Hälfte des Mittelalters trat ein Element 
in die Architektur ein, das sonst in keiner Baukunst zu 
finden ist, es ist dies der Humor; mit besonderer Vorliebe 
wurden genrehafte Scenen aus dem bürgerlichen Leben, 
namentlich aus dem Leben der Steinmetzen oder auch 
portraitähnliche Darstellungen bekannter Persönlichkeiten 
an structiven Bautheilen mit oder ohne structiver Neben- 
bedeutung angewendet, die einen derben Humor ausdrücken, 
den Beschauer anregen und häufig zum Lachen reizen sollen. 
Die erste Zeit der mittelalterlichen Periode, die alt- 
christliche, lehnt sich in ihren structiven Theilen so sehr 
an römische Formenbildung an, dass sie Animalisches wie 
diese im Allgemeinen überhaupt nicht anwendet, dagegen 
Schubert: Stilisieren der Thier- und Menschenformezi. 5
        

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