Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-554180
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Fig- 
Säulmfüxse. Relief von 
(Kunsth. Bg.) 
Asglrisrlze 
Kujjundschik. 
wir in einem Relief zu Kujjundschik Säulen auf gemächlich 
einherschreitenden, geflügelten und ungeflügelten Löwen 
ruhen, welche Thiere trotz der starren, unbeweglichen, 
architektonischen Last schweifwedelnd ihres Weges ziehen 
(Fig. 12); die Idee ihrer Anwendung gipfelt, wie es scheint, 
in der Anschauung, dass der Rücken des stärksten Thieres 
am meisten geeignet sein muss, das Tragen einer Last 
anzudeuten. Wir dürfen im übrigen wohl annehmen, dass 
diese Thiere auch nebenbei eine tendenziöse Bedeutung 
haben, die mit der mystischen Religion dieser Völker in 
Verbindung steht. 
Die Hauptanwendung des Thierrückens als Träger 
von Lasten findet sich in dem persischen Säulencapitäl 
(Fig. 13 und 131a) vor, hier wird der gemeinschaftliche Rücken 
zweier Stiere, Pferde oder Einhorne dazu benützt, um einen 
Deckenbalken aufzunehmen. Die Zweizahl ist ohne Zweifel 
der Symmetrie wegen und zwar mit vollem Rechte gewählt, 
denn mit einem Rücken und einem Kopf dürfte es schwer 
sein, eine dem Auge gefällige Lösung herbeizuführen; es 
macht aber auch das zweiköpfige Thiercapitäl den Eindruck 
des Naiven und primitiv Unbeholfenen und zwar wesentlich
        

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