Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-554146
indem sie zu beiden Seiten derselben angebracht wurden 
oder auch in friesartiger Anordnung, in oftmaliger Wieder- 
holung Bekrönungen der Portale bildend. 
Wir wollen dieses mystisch-religiöse Gebiet verlassen, 
das uns doch nicht recht zu interessieren vermag und selbst 
dann nicht, wenn die diesbezüglichen Formen auf structiven 
Bautheilen abgebildet erscheinen, und lieber noch einen 
Blick auf die ägyptische Kleinkunst werfen. 
Hier tritt die Symbolik ganz unverhüllt und offen auf, 
das Vorbild der Natur und die Absicht des schaffenden 
Künstlers lässt sich leicht erkennen, dabei ist die Dar- 
stellungsweise eine recht primitive und naive. Die einzelnen 
Thiertheile werden mit anderen Formen meist ohne ver- 
mittelnde Glieder in Verbindung gesetzt, 
rohen, befremdenden Eindruck macht. 
W38 
einen 
etwas 
Fig- 
Ägyptischer Parfumbeluilter. 
(Perrot et Chipiez.) 
Stuhlbeine erhalten häufig die Gestalt von Thierfüssen 
(vergleiche Fig. 4), um das Mobile derselben zu charakteri- 
sieren, dabei ruhen die Füsse wohl noch auf kleinen Klötzchen, 
was an der Symbolik weiter nichts ändert, während das 
Thierbein nach oben zu bloss durch Bandwerk in recht 
materieller 
Weise 
3.11 
den 
horizontalen 
Theil 
des 
Stuhles 
gebunden erscheint. Um Endigungen nach Oben anzudeuten, 
pflegte man einzelnen Theilen die Form von Menschen- 
köpfen zu geben, so namentlich bei ägyptischen Aschen-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.