Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-554133
holung, wobei eine Statue genau das Ebenbild der anderen 
ist, hinter diesen Statuen steht der eigentliche Wandpfeiler, 
an welchen sich die liguralen Sculpturen anlehnen. (Fig. S.) 
Hier ist demnach der structive Theil und die Decoration 
vollständig und materiell geschieden, denn bloss der Pfeiler 
trägt, während die davor stehende Statue reiner Schmuck 
ist. Diese ägyptische Auffassung steht in directern Gegen- 
satze zur griechischen, dort ist der tragende Kern und die 
schmückende Hülle zu einem einheitlichen, untrennbaren 
Ganzen vereinigt und auf diese Weise entstanden die herr- 
liehen Karyatiden, die wir noch zu besprechen haben werden; 
diese eigenartige Anschauung ägyptischer Kunst zeigt sich 
ja auch bei den Lotoskelchcapitalen, die wir im I. Theil 
dieses Werkes behandelt haben, bei welchen ebenfalls der 
tragende Kern und die decorierende vegetabilische Umhüllung 
materiell getrennt erscheint. 
Zu den in rein tendenziöser Verwendung stehenden 
Thierformen gehört namentlich der heilige Käfer (Scara- 
baeus, Fig. 9), der sehr häufig als Mittelpunkt der so- 
genannten geflügelten Sonnenscheibe auftritt und zwar in. 
der Weise, dass statt der Sonne der Käfer abgebildet er- 
scheint, desgleichen finden sich häufig heilige Schlangen vor, 
entweder ebenfalls in Verbindung mit der Sonnenscheibe,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.