Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-554100
Ägypten. 
Sehr 
charakteristisch 
für 
alle 
vorgriechischen 
Kunst- 
anschauungen ist der Umstand, dass sie zwischen structiven 
und nichtstructiven Bautheilen, wenigstens was deren Orna- 
mentierung anbelangt, keinen [lnterschied machen, namentlich 
haben rein structive Theile in der Regel einen Schmuck, 
der mit einer Andeutung der Aufgabe der Bautheile absolut 
nichts zu thun hat. Die Symbolik dieser Völker und namentlich 
Ägyptens hat überhaupt eine ganz andere Richtung und ist 
eine vorwiegend tendenziöse zu nennen, indem sich die 
meisten Ornamente und darunter insbesonders jene, die ihre 
Vorbilder dem Thierreiche entnehmen, auf eine in dem 
betreffenden Monumente verehrte Gottheit oder auf den 
königlichen Erbauer und seine Thaten beziehen. 
Wo aber in Ägypten dennoch eine structive 'l'hätig- 
keit angedeutet wird, wird dieselbe fast ausschliesslich von 
Pflanzenformen besorgt. Animalische Theile werden zumeist 
in sehr unklarer Weise verwendet, sie kommen wohl auch 
an structiven "Bautheilen vor, geben sich aber mit der An- 
deutung einer structiven Thatigkeit kaum ab, dazu gehört 
insbesondere das Hathormaskencapitäl. der Säulen zu Den- 
derah (Fig. 7), sehr der Spätzeit angehörig, da der Tempel 
von Kleopatra und Julius Caesar begonnen wurde.
        

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