Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553982
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auch ihren Namen erhalteni"). In der Bewegbarkeit der 
Möbeln liegt auch der Hauptgegensatz im Vergleich zu 
dem unverrückbaren, auf festem Fundamente aufruhenden 
Monumente. 
Will 
ich 
demnach 
an 
einem 
Möbel 
eine 
Endigung 
so werde 
nach unten und 2. die 
ich das sehr wohl thun 
Beweglichkeit andeuten, 
können, wenn ich das 
Möbel 
Thierfüsse 
auf 
stelle. 
Nun haben aber die Füsse der Thiere in der Natur 
neben 
ihrer Beweglichkeit und Endigung nach unten noch eine andere 
Aufgabe zu erfüllen und diese ist das Tragen des Thier- 
körpers, auch dieser Umstand ündet im Geräthewesen ana- 
loge Anwendung, indem man z. B. Stuhlbeine einen Ober- 
theil und den darauf sitzenden Menschen tragen lässt, nur 
wird 
in 
diesem 
Falle 
nicht bloss der untere Theil des Fusses 
zur Verwendung kommen dürfen, sondern das ganze Thier- 
bein (Fig. 4), denn bloss dieses veranschaulicht das Tragen 
und Stützen eines Gegenstandes, zugleich wird aber auch 
der 
schaffende 
Künstler 
den 
Grad 
der 
Beweglichkeit 
leicht 
ausdrücken können, einmal indem er das Geräthe mehr 
oder weniger leicht äufbaut  dann aber auch durch die 
Gattung und eigenthümliche Form der verwendeten Thier- 
beine, so werden sich z. B. Rehfüsse sehr wohl eignen, einen 
leichten Gegenstand zu stützen und eine grosse Beweglich- 
keitanzudeuten, während schwere Löwentatzen am besten 
dort Anwendung finden werden, wo ein geringerer Grad 
von Beweglichkeit symbolisiert werden soll. 
um 
 b) Sollen Theile der Thiere dazu verwendet werden, 
im Geräthewesen oder der Architektur yewisse structive 
Vergleiche Semper: Der Stil pag. 386 und des Verfassers Bro- 
schüre; Ein Beitrag zur Charakteristik der Stilgesetze. Prag, 
H. Dominicus. 1882, pag. 15.
        

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