Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-555966
versteckt hält.  Die für die Grösse der Nische ange- 
inessenste Höhe der Figur wird diejenige sein, wenn der 
Kopf der Figur in oder etwas über dem Mittelpunkt des 
Halbkreises der Nische steht, dann aber soll die Figur 
der Statue auch vertreten, da dieselbe nur so ganz und 
voll beleuchtet wird und die Schatten der Nische nur so 
zur hellbeleuchteten Figur den richtigen Contrast bilden. 
(Fig. 143.) 
Die 
animalischen 
Formen 
der 
Kleinkunst. 
Nachdem wir nun die animalischen ornamentalen Ele- 
mente sowohl des Reliefs, als auch der Malerei und die 
freistehende menschliche Figur der Renaissanceperiode 
besprochen haben, erübrigt uns nur noch einen Blick auf 
die Kleinkunst zu werfen und zu sehen, wie dort das ani- 
malische Element auf neutralen Feldern angewendet wurde. 
Im Allgemeinen muss gesagt werden, dass zwischen der 
Ornamentik der Architektur und jener der Kleinkunst eine 
grosse Übereinstimmung herrscht, die sich zum mindesten 
in der Friihrenaissance leicht durch den Umstand erklären 
lässt, dass dieselben Künstler, welche die Objecte der 
Architektur schufen, auch die Werke der Kleinkunst hervor- 
brachten und dass manche dieser Künstler so vielseitig 
waren, dass sie Maler, Bildhauer, Architekten, Gold- 
schmiede und noch manches andere zu gleicher Zeit waren. 
Als neutrale Fläche wurde in der Kleinkunst jede 
hiezu einigermassen taugliche Flache anerkannt, so insbe- 
sondere die Innentläche von Tellern und Schüsseln, der 
Bauch, Fuss und Hals sämmtlicher Gefässe. Von grosser 
Bedeutung wurde namentlich auch die Malerei der Fayence- 
und Majolica-Teller und erscheinen dieselben in der ver-
        

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