Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-555837
199 
hier nicht nur Kindergestalten angewendet, sondern hauiig 
auch Figuren von Erwachsenen. Von der antiken Auffassung 
unterscheiden sich die Zwickelfiguren der Renaissance 
wesentlich dadurch, dass die classische Periode meist fliegende 
und erwachsene Gestalten bei massiger Bedeckung des Relief- 
grundes und flacher Plastik darzustellen liebt, während die 
Renaissance sehr verschiedene Figuren verwendet, wobei 
Kindergestalten vorherrschen, welche bei derber Plastik den 
 [ 
   1T   
   I] 11 I"! .     w! 
ä K   Üg 
3 w JnllsßawivrewjEHMÄ1w7'i M1 
   
 i Emhw Q4Rlilhhllkllliliiiilllülllliihli ' DM 
m am ßmlßntiWnrßiWaWaiiTi Mm I1 L m l MM 
Fig. 133. Bogmzwickefyiguren vom Pal. Giustiniani in Padmz. 
(Nach Wiener Bauhütte.) 
Raum möglichst auszufüllen suchen. Die Zwickelfiguren der 
Zopfzeit unterscheiden sich von jenen der Hochrenaissance 
dadurch, dass letztere eine ruhige, natürliche Stellung 
der Figuren anstreben, während die Figuren der Zopfzeit in 
der lebhaftesten Bewegung dargestellt werden, wobei nicht 
selten der Kopf oder eine Hand oder ein Fuss den ihnen 
zugemessenen Raum sorglos überschreitet, dabei ist die 
Körperbildung rundlich, wohlgenährt und üppig. Bei kirch- 
lichen Bauten gestalten sich die Putten zu Engelsgestalten,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.