Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-555756
zu verbinden? Das geschah auf zweierlei Weise, entweder 
wurden Thiere und Menschen in ganzer Gestalt in den 
Lücken des Pflanzenornamentes angeordnet oder was noch 
häufiger erfolgte, es wurden bloss Theile des thierischen 
oder menschlichen Körpers verwendet, diese aber mit dem 
Pfianzengeranke so innig -verbunden, dass beide einem 
Organismus anzugehören schienen. Ähnliches haben wir 
bereits in den Wandmalereien der römischen Thermen 
und in den Ausgrabungen zu Pompeji gefunden, beides 
aber war damals noch den Meistern der Frührenaissance 
Fig- 
132. 
Hlllung vom Cbargestiih! von S. Pietrn zu 
Von Stefano da. Bergamo um 1535. 
(Nach einer Aufnahme des Verfassers.) 
Perugia. 
verschlossen, denn diese römischen Reste lagen noch in 
stiller Grabesruhe unter einer hohen Erd- und Aschen- 
decke, überhaupt -musste das Material an römischen 
Vorbildern, das den ornamentalen Künstlern der Früh- 
renaissance zu Gebote stand, ein sehr bescheidenes genannt 
werden, um so mehr ist die frische Schöpfungskraft zu 
bewundern, welche die Meister jener Zeit beseelte, die 
grösstentheils aus sich selbst heraus die reizendsten Orna- 
mente hervorzubringen wussten. 
Bei Friesen und länglichen Füllungen war eines der 
beliebtesten Motive ein schöner weiblicher Oberkörper,
        

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