Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-555713
letztere die Büste als ein Selbständiges Object hinstellte 
und von seiner Umgebung lostrennte, sehen wir, dass der 
gothische Stil in dieser Beziehung anderen Anschauungen 
huldigt, denn die gothische Büste giebt die ganze halbe 
menschliche Gestalt, sammt dem Obertheil der Arme wieder 
und erscheint dieselbe einfach durch einen Schnitt vom 
Unterleib getrennt, ohne ein eigenes Gestelle zu erhalten. 
(Fig. 129.) Diese Halbiiguren finden sich sehr häufig in 
kleinen Nischen stehend an Flügelaltären, namentlich im 
Sockel angebracht, ferner an Kanzeln, nebensächlichen 
kleinen 
Galerien 
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Fig' 
130. 
Gothisclze Ranke mit Haläfiguren. 
(Nach Ileideloff.) 
Neben der menschlichen Gestalt werden aber auch 
ganze thierische Formen häufig angewendet, zuweilen in 
der originellsten Weise, dazu gehören namentlich Frösche, 
Kröten, Eidechsen und Schlangen, die in geordneten Reihen 
auf ein Geländer hinautkriechen. (Vergl. Fig. 129.) Ausser- 
dem kommen auch. grössere Thiere, namentlich häufig 
Löwen, Bären, Adler u. s. w. vor, diese finden sich nicht, 
selten auf Stuhllehnen angebracht, zumeist in ganzer Gestalt 
und sind häufig in lebhafter Bewegung dargestellt, auch 
werden diese Thiere gerne dazu verwendet ein Wappen 
mit ihren Tatzen aufrecht zu halten.
        

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