Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-555681
zeigen dann, allerdings im engen Raume, Darstellungen 
bedeutender Ereignisse aus dem Leben des Heiligen, 
dem die Kirche oder der Altar geweiht ist, dabei hat 
zumeist die Innenseite des Flügels Sculpturen, die Aussen- 
Seite dagegen Malerei aufzuweisen. Aber auch auf dem 
Sockel finden sich häufig figurale Compositionen und werden 
auch in dem architektonischen Aufbau des Altares mehrere 
Heiligenfiguren und Engelgestalten unter Baldachinen auf 
Säulchen oder Consolen stehend oder sonst in geeigneter 
Weise angeordnet, aufgestellt. 
Halb kirchlich und halb profan sind die im Mittel- 
alter so beliebten Grabplattenßguren. Der Verstorbene be- 
findet sich zumeist auf denselben in voller Rüstung abge- 
bildet, an seiner Seite pflegt seine Gemahlin zu ruhen, 
beide Figuren füllen den Raum des Steines in der Regel 
gänzlich aus, die Gothik aber liebt es durch Symbole die 
hervorragenden Eigenschaften der Verstorbenen anzudeuten, 
zu diesem Ende ruhen die Füsse des tapfern Ritters 
auf einem Löwen, dem Symbole der Stärke, während sich 
unter den Fiissen seiner Gemahlin ein Hund befindet, das 
Symbol der ehelichen Treue. (Fig. 127.) Diese in den 
Fussboden der Kirche eingelegten Grabplatten hatten ein 
mehr oder weniger starkes Relief  zuweilen wurden 
dieselben so plastisch gebildet, dass ein Betreten derselben 
bei schlechter Beleuchtung init- Unannehmlichkeiten ver- 
bunden sein konnte. 
Daneben gab es, aber auch verschiedene Arten von 
Grabdenkmalen, die an der Wand ihren Platz fanden, 
sehr häufig lindet sich an denselben der verstorbene Ritter 
kniend dargestellt, vor dem gekreuzigten Heiland sein 
Gebet verrichtend, hinter demselben befinden sich seine 
Söhne, 
häufig 
in grösserer 
Anzahl, 
nach dem Alter 
geordnet
        

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