Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-555490
Das 
Mittelalter. 
Wenn man die Kunst des Mittelalters mit jener der 
klassischen Zeit vergleicht, wird man allerdings sehr wesent- 
liche Unterschiede finden. Im Allgemeinen legt das Mittel- 
alter das Hauptgewicht auf die Lösung der constructiven 
Aufgaben und leistet in Überwaltigung der grossen tech- 
nischen Schwierigkeiten Ausserordentliches, während die 
(lecorative Seite der Kunst theilweise ganz merkwürdige 
Rückschritte 
Illätüht. 
Die 
antiken 
Traditionen 
hören 
bald 
in der 
naive, 
gänzlich auf zu wirken und finden wir insbesondere 
altchristlichexi und der romanischen Periode eine 
ungeschickte Darstellungsweise, welche sich häufig wie 
jene zu Anfang einer Culturperiode gestaltet, dabei zeigt 
sich aber die Naivetät in keinem Theile der Ornamentik 
so auffallend, als bei den Darstellungen von iiguralen 
und thierischen Gegenständen. In Folgendem werden 
wir Gelegenheit haben auf die grosse Verschiedenheit 
der einzelnen mittelalterlichen Perioden hinzuweisen, wo- 
bei erwähnt werden muss, dass die altchristliche Zeit 
eine vermittelnde Relle zwischen der Antike und dem 
eigentlichen Mittelalter spielt, während die romanische Zeit 
sich energisch von der Antike zu emancipieren beginnt und 
die gothische Periode sich zumeist als das reine Gegentheil 
der 
Antike erweist. 
Die neutralen Felder 
der 
altchristlichen Periode 
haben 
eine 
sehr 
eigenartige 
Decoration 
das 
plastische Moment
        

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