Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-555236
Kentaurenkämpfe in den Metopen dargestellt (Vergl. Fig. 90), 
während der Fries der Cellawand in mässigem Relief und 
in fortlaufenden Darstellungen uns den Festzug der Pan- 
athenäen verführt. (Fig. 92.) Diese so sehr verschiedene 
Höhe des Reliefs hat aber auch ihre volle Berechtigung, 
aussen verlangt die grosse plastische Durchbildung der 
dorischen Tempelarchitektur auch eine kräftige plastische 
Behandlung des figuralen Theiles, während die Cellawand, 
die bei den Griechen bloss als raumabschliessend galt und 
zumeist 
als 
Fläche 
behandelt 
wurde, 
eine 
sehr 
kräftige 
Plastik nicht verträgt, ausserdem muss berücksichtigt werden, 
dass die Sculpturen der Metopen darauf berechnet waren, 
auch von Weitem zu wirken, während die plastischen Werke 
der Cellawand doch nur für eine Besichtigung aus der Nähe 
berechnet sein konnten und schliesslich muss bemerkt werden, 
dass 
gerade 
der 
Contrast 
dieser 
sehr 
verschiedenen 
Höhe 
des 
Reliefs die gegenseitige Wirkung nur heben konnte. 
Wenn wir noch einen Rückblick auf die neutralen Felder 
griechischer Bauwerke werfen, so werden wir sagen müssen, 
dass in keinem Stile die scharfe Trennung der structiven 
und neutralen Theile so entschieden ausgesprochen auf- 
tritt, wie im griechischen, 
Formen der Architektur ihre 
denn während die structiven 
Motive fast ausschliesslich aus 
dem 
Piianzenreiche 
und 
den 
ersten 
Producten 
der mensch- 
lichen Thätigkeit ableiten, sind die neutralen Felder ebenso 
ausschliesslich mit figuralen Compositionen und zwar zumeist 
mit den hervorragendsten Darstellungen aus der griechischen 
Götter- und Heroenwelt geschmückt. 
Auch in der griechischen Kleinkunst werden die neu- 
tralen Felder mit Vorliebe mit animalischen und mensch- 
liehen 
liehen 
Formen verziert, wir werden hier aber einen wesent- 
Unterschied machen müssen zwischen den Werken
        

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