Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-555199
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Der 
griechische 
Künstler 
der 
besten 
Zeit 
stellt 
den 
Menschen am liebsten so dar, wie er am schönsten ist  
nämlich nackt. Der wohlgebildete menschliche Körper ist 
von so grosser, erhabener Schönheit, dass der durch Über- 
cultur noch nicht verdorbene Grieche nichts Anstössiges 
daran fand, denselben öffentlich zu zeigen, wie dies ins- 
besondere bei Kampfspielen und wohl auch bei feierlichen 
Aufzügen geschah, die Bildhauer aber, welche jeden Tag 
Gelegenheit hatten, die herrlichsten Körper nackt und in 
voller Milskelspannung zu studieren, wussten, was sie sahen. 
in ihren Werken auf das Beste zu verwerthen. 
Fiä 
85h 
Relief vom Harpyiennzonunzent zu 
(Kunsth. Bg.) 
Xantkox. 
Neben den nackten Figuren piiegte der vollendete 
griechische Stil die Statuen auch mit einem Gewande in 
freiem, vollen Faltenwurf zu bekleiden, während die alter- 
thümlichen (archaischen) griechischen Sculpturen eine eng 
anliegende, fein gefältelte Gewandung zeigen, zu welchem 
das symmetrisch geringelte Bart- und Haupthaar, noch in 
halbasiatischer Weise angeordnet, sehr wohl passte. (Fig. 89.) 
Es wird uns aber fernerhin noch interessieren, zu unter- 
suchen, wie sich in Griechenland das Verhältnis der 
Figuren zum gegebenen Raume gestaltete. In dieser Be-
        

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