Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-555018
Griechenland. 
Den genauen chronologischen Gang der Entstehung 
der griechischen Formen zu erforschen, ist bisher noch 
nicht gelungen, so viel steht aber fest, dass die mittel- 
asiatische Formenwelt einen grossen Einfluss auf die 
griechische hatte, sind ja doch die Griechen selbst in vor- 
historischer Zeit aus Mittelasien nach Griechenland ge- 
wandert 
und 
brachten 
die 
asiatische 
Cultur 
mit 
sich 
und 
ausserdem blieben sie auch noch späterhin mit ihrem 
Mutterlande in engem Uontacte. Echt asiatisch ist jeden- 
falls unter Anderem auch das Fabelgethier, das in Griechen- 
land mit grosser Vorliebe angewendet wurde, dazu gehören 
namentlich: die Kentauren, Satyren, Silenen, Panen, 
Sphinxe, Sirenen, Greifen, Nereiden, Tritonen, Chimären, 
Harpyien u. s. w. 
Griechenland aber verstand es, diese sagenhaften 
Gebilde ihrer Urzeit in ein poetisches Gewand zu hüllen, 
fern von jeder Sentimentalität und denselben eine einfache, 
schöne Form zu geben, fern von jeder Übertreibung. Mit den 
Fabelthieren der ägyptischen Kunst stehen sie in scharfem 
Gegensatze, zwar bilden sich beide Völker ihr Fabelgethier 
durch Zusammensetzung von thierischen Bestandtheilen der 
verschiedensten Gattungen, die Art der Zusammensetzung ist 
aber eine wesentlich verschiedene. Der Ägypter lässt 
Thiere und Menschen Kopfmasken aufsetzen, um sinnbildlich
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.