Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-554987
oder eine ernste Männergestalt als oberen Abschluss eines 
Prachtstuhles. Ein häufig wiederkehrendes Motiv stellt 
Männer neben einander stehend dar, welche die Hände 
nach oben gerichtet haben  offenbar haben wir es hier 
mit einem altorientalischen Gebrauch der asiatischen Hof- 
 etikette zu tliuii, der nämlich 
     
 verwendet wurden, TeDInclie 
 O "m J gespannt zu halten, so dass 
 der König vor den Blicken 
 der Menge verborgen, seines 
"N    "II Weges gehen konnte. Diese 
 W  ß  friesartigen Teppichhalter lin- 
i j.  den sich namentlich auf könig- 
   liclieiii Geräth (Fig. 73) und 
g .1: j insbesondere auch auf dem 
  z? Aufsatze des Felsengrabes des 
    Darius vor, auf welchem dar- 
gzusivgivl-xsnymi gestellt ist, wie der König 
   sein Opfer vollbringt. 
iöiniä Was uns Euripides von 
 Ä f? 17', den alten Teppichen berichtet, 
  fand sicl; namentlich wieder 
 in den irieseii er ausge- 
Fig. 73. Persischer Tllrarzscssel. grabenen assyrischen Paläste 
(F. S. Meyer. Formenlehre.) bestätigt. Diese friesartig den 
Sockel der Gemächer umziehenden Alabasterplatten zeigen 
in massig hohem Relief Scenen aus dem Hof- und Kriegsleben, 
seltener geben sie culturhistorische Darstellungen aus dem 
gewöhnlichen Leben der Assyrier, meistens sind es Schlachten, 
Jagden, Aufzüge von tributbringenden unterjochten Völker- 
schaften, Processionen, Festmahle u. dgl. (Fig. 74.) Die
        

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