Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-554892
Ägypten. 
Zunächst 
IIIUSS 
hier 
wiederholt 
werden, 
dass 
in 
der 
ägyptischen Architektur eine scharfe Trennung 
tiven Theile und neutralen Felder durch das 
der struc- 
Ornament 
nicht angezeigt erscheint.  Das Andeuten einer struc- 
tiven Thätigkeit kommt selten vor und kann fast das ge- 
saxnmte ägyptische Ornament als ein neutrales bezeichnet 
werden. 
Unter 
den 
animalischen 
Formen 
nimmt 
die 
mensch- 
liche Gestalt den ersten Rang ein und wird dieselbe mit 
besonderer Vorliebe angewendet, obzwar auch die Thier- 
welt eine ziemlich reichliche ornamentale Verwendung 
ündet. 
Die 
menschliche Gestalt 
tritt 
entweder als freie Statue 
auf oder ist in dem eigenthümlichen ägyptischen Flach- 
relief wiedergegeben. Letzteres besteht zunächst in einer 
Austiefung des Grundes, über welchem sich die Bbrm 
wieder als Erhöhung gestaltet, so dass sich die Sculptur 
niemals über die äussere Fläche des Steinblockes erheben 
kann. Ausserdem wird die Menschengestalt in Ägypten 
auch nur durch Malerei dargestellt. Die ägyptischen Orna- 
mente und Bildhauerarbeiten prangen in den hellsten, 
lßlßhaftßStell F erben, die sich zum Theil in voller Bär-ben- 
frische bis auf den heutigen Tag erhalten haben. Die
        

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