Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Stilisieren der Thier- und Menschen-Formen
Person:
Schubert von Soldern, Zdenko
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-553502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-554809
Im Allgemeinen wird man sagen können, dass sich 
die Frühperiode bei aller Verzierungslust durch einfache 
Klarheit auszeichnet. Wie einfach und schön ist der 
Fackelhalter vom Pal. del Magniiico in Siena (Fig. 63). 
Die Fackel wird durch ein volutenartiges Glied gestützt, 
während der untere Theil derselben in eine Thierklaue 
endigt, die einen Ring festhält, welcher wieder aus ver- 
schlungenen Schlangen besteht. Hier ist das animalische 
Element mit Maass und in klarer Darstellung ihrer 
zwecklich structiven Functionen angewendet. Die Spätzeit 
dagegen liebt eine Häufung von Thierelementen, die oft 
in unklarer Weise zusammengestellt sind, gerne wird der 
Kopf, sei es des Menschen oder eines Thieres gebraucht, 
niemals aber der Natur nachgebildet, man sucht vielmehr 
durch Übertreibungen und Verzerrungen desselben und durch 
Verbindung mit Delphinen oder Schlangen oder anderen Un- 
thieren, die sich einbeissen und so eine feste Verbindung 
herstellen, den Beschauer zu fesseln (Fig. 64), oder es 
kommen scheussliche Ungeheuer in Verbindung mit üppigen 
Frauengestalten vor, so dass der Contrast des Schönen 
und Hässlichen möglichst stark zur Geltung kommt.
        

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