Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789142
Hypäthraltempel. 
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Tempeln mit vollüändigem Säulenumgang (d. h. peripteralen Anlagen) erhielten 
die Säulen am oberen Ende eine Neigung nach innen. 
Das Innere des Tempels diente nur dem Bilde des Gottes als Behältniß, 
verlangte daher als Haupterforderniß eine Cella (Naos) (Fig. 87), zu welcher 
der Pronaos (die Vorhalle) den Zugang vermittelte, während an der Rückfeite 
dle entfprechende Säulenflellung das Poflicum bildete. Manchmal wurde von 
der Cella ein befonderer Hinderraum (Opiflhodomos) gefchieden. Bei größeren 
Nemelistempel zu RhamnHS. 
Tempeln wurde, um dem Innern mehr Licht zu geben, eine Einrichtung getroffen, 
vermöge welcher der mittlere Theil des Daches entfernt und eine Oeffnung ge- 
bildet werden konnte. Man nannte diefe Gebäude, weil folchergeltalt die Cella 
unter freiem Himmel lag, Hypäthraltempel. Das Dach ruhte nach innen 
dann auf zwei Säulenllelltlngen, welche ihrerfeits wieder auf dem Gebälk zweier 
unterer Säulenreilmeil llailden (Fig. 90). Dadurch wurde ein mittlerer hypäthraler 
Raum gebildet, auf beiden Seiten unten von fchmaleren Gängen, oben von Em- 
poren eingefaßt. 
Der Fußboden 
des 
Tempels 
wurde 
mit 
derfelben 
Sorgfalt 
behandelt 
wie
        

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