Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789025
Uuddhiflifche 
und 
Grotten. 
brahnmalmifche 
63 
phanten, die als Sockel die Kapellen umgeben; phantallifche, koloffale hlenfchen- 
geßalten, dle karyatidenartig die überragenden Gelimfe tragen; mythologifche 
Darflellungen aller Art, Schilderungen von Schlachten und Siegen, und zwifchen 
all' dem bunten Gewirr zahlreiche Infchriften. Da fühlt man {ich denn auf's 
Lebhafteite an die Eigenthümlichkeiten der indifchen Natur erinnert, die eben 
fo auf einer maifenhaft imponirenden Grundlage die verwirrend-üppige Vielheit 
einer reich gegliederten PHanzen- und Thierwelt ausgebreitet hat. 
Suchen wir nun unter der Ueberfülle bildlicher Schöpfungen, mit denen die 
meifien jener Grotten ausgellattet lind, nach Formen, die in architcktonifclmcr 
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Fig- 
67 u. 
Pfeiler aus den Grotten von Ellora 
Ilinlicht charakteriilifch genannt werden können, fo bieten {ich nur die Säulen 
oder Pfeiler fammt den Pilallern dar. S0 vielfach diefelben variirt erfcheinen, 
fo lailen {ieilich doch auf eine Grundform zurückführen. Den unteren Theil 
bildet ein quadratifcher Stamm, meilt ohne Vermittlung aus dem Boden auf- 
lleigend, bisweilen durch einige fchmale Sockelglieder verknüpft (vgl. Fig. 67 u. 
68). Ueber dicfem Unterfatze, der mehr hoch als breit ifl, folgt ein zweites 
Hauptglied, das als runder Schaft mit bedeutender Verjüngung, nach unten 
meiflens ausgcbaucht, auffteigt. Auch diefes wird durch einige bisweilen fehr 
phantaftifche Gliederungen mit dem Unterfatze verbunden. Oben dagegen wird 
der runde Schaft durch mehrere fchmale Bänder, die man den Hals der Säule 
nennen könnte, zufammengefaßt. Sodann kommt das Kapitäl, welches als 
mäßige!" Pliühl weit über den Hals hinausquillt, als habe hier ein weicher, kugel-
        

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