Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-788982
{indu-Khu {ich in der Richtung der alten Königsftraße hinziehen, die Indien 
nit den weftlicluen Ländern verband. Es lind die Tope's von Manikyala, von 
äelur, Pefchawer, Jelalabad, Kabul und Kohillan. 
Um aber ein vollftändiges Bild von den freien Bauwerken Indiens zu be- 
commen, haben wir uns zur Betrachtung der großen Tempelanlagen zu wen- 
len, die in Verbindung mit den Stupafs zu liehen pflegen. Die Europäer haben 
hnen den Namen Pagoden gegeben, ein Ausdruck, der, wie es fcheint, aus 
lem indifchen Worte Bhagu-wati, d. h. "heiliges Haus", entüanden ifi. Dies 
ind meiflens große Gruppen von Gebäuden, die von einem oder auch mehreren 
{Öfen umfaßt und durch Ringmauern, die oft mit Thürmen verfehen lind, um- 
"chlolfen werden. Da gibt es in folcher Baugruppe außer den Haupt- und 
Tfchultri zu Chillambrum. 
Qebentenupeln noch Kapellen, Säle zur Unterbringung der Pilger (Tfchultrfs), 
Säulenhalleil, Galerien, Baflins zur Reinigung in mannigfacher Gefialt. Doch ill 
Nil den hervorragendßen Theilen gewöhnlich eine mehr oder minder hohe Kuppel- 
ader Pyramidenform überwiegend, wie denn auch ganze Reihen jener Tope's nicht 
zu fehlen pHegen und felbfl die Portalbauten des Haupteinganges {ich durch be- 
rächtliche pyramidale Bekrönung auszeichnen, fo daß der Gefammteindruck diefer 
)agoden mit ihren verfchiedenartigen Gebäuden und der Menge hoch und höher 
iuffleigender Pyramiden vjoll verwirrender Mannigfaltigkeit und feltfamer Phan- 
allik ill. 
Die Südfpitze des Dekan weiß die ITlClftCD und wichtigflen diefer Bauten 
ruf. Die ungeheure Pagode von Chillambrum, die mehrere Tempel von be- 
leutenden Dimeniionen in fich fchließt, iil eine der berührnteren. Aehnlich be- 
leutend ifl die Pagode der lnfel Ramifferam, deren Eingangsthor eine Pyra- 
nide von xoovFuß Höhe krönt, ferner die Pagode von Madura (Fig. 64) an 
1M"  vrßn" 11- rxv 1.- nur.-- Hßunuv-"n    nun 
        

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