Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-788346
Vorwort 
zur 
dritten 
Auflage. 
Beim Abfchluß der ncucn Auflage meines "Abrillcs" erinnere ich daran, 
daß dies kleinere Werk, wie ich fchon zur erflen Auflage bemerkt habe, ein 
Leitfaden für Studirende des Baufaches fein. follte, der auf Grund meiner 
größeren Arbeit über die "Gefchichte der Architektur" den Anfängern die Haupt- 
punkte der Baugefchichte in möglichfl gedrängter und klarer Darltellung vor- 
führe. Die chronologifche Betrachtung der Denkmäler mußte daher zurücktreten, 
auf die fyflematifche Entwicklung der Baullyle dagegen der ganze Nachdruck 
gelegt werdän. 
Das kleine 
Buch 
hat 
diefem 
Sinne 
die 
Abflcht 
des 
Verfaffcrs 
einiger- 
maßen erfüllt und {ich in den Kreifen der jungen Baubcdiifenen, namentlich aber 
mit entfchiedenem Erfolg in den angefehenflen unfercr Baugewerkfchulen ein- 
gebürgert. Dies hat mich um fo mehr veranlaßt, bei der nothwendig gewordenen 
neuen Auflage meine Aufmerkfamkeit nach Kräften darauf zu richten, daß der 
Abriß feinem Zwecke vollftändiger entfpreche. Ich glaubte dies am bellen zu 
erreichen, wenn ich die Darlegung der Bauflyle nach "ihrem conllruktiven 
Gefüge und ihrer decorativen Ausbildung noch mehrvin den Vordergrund 
treten ließe und durch Wort und Bild kräftig betonte, in erller Linie alfo auf 
Veranfchaulichung der conflruktiven und ornamentalen Einzelformen das 
Hauptgewicht legte. Es war dabei felbüredend, daß die auch für unfere Zeif 
muilergültigen Bauweifen befonders berückiichtigt werden mußten, und fo wird 
man denn durchgreifende Umgeflaltilngen und Erweiterungen im Gebiet der an- 
tiken, der gothifchen und der Renaiffance-Architektnr finden. (Der roma- 
nifche Styl hatte fchon früher eine, wie es mir fchien, für diefen Zweck hin- 
reichende Behandlung erhalten; doch hat auch er diesmal einige Bereicherung 
in der Darllellung erfahren.) Bei den zahlreichen Abbildungen, die den Befland 
der erüen Auflage um mehr als ein Drittel üherfchreiten, habe ich die beflen 
Vorlagen zu Hülfe genommen und mit aller Sorgfalt die Ausführung der Zeich- 
nungen und der Schnitte überwacht. Ueber die Grenzen, welche {ich ein fol- 
chcs Schulbuch, wenn ich es fo nennen darf, in der Darlegung des Stoffes zu 
{lecken habe, wird fchließlich nur längere Erfahrung entfcheiden können. _ICh
        

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