Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-788929
VON 
Gräber 
Phrygiexm 
Lycien. 
und 
53 
Tantalos, 
3.11 
der 
Bafis 
nahe 
8.11 
200 
Fuß 
im 
Durchmeifer 
hat. 
Eine 
andel 
Gruppe hat man in der Gegend der alten lydifchen Hauptfladt Sardes entdeckt, 
darunter drei von hervorragender Größe. In dem öfllich gelegenen umfang- 
reichüen Hügel, der noch jetzt eine Höhe von etwa 250 Fuß mißt, will man das 
von Herodot gerühmte Grab des Alyattes erkannt haben. Refte eines Stein- 
baues, die {ich auf dem Gipfel deflelben befinden, feheinen der Schilderung Hero- 
dot's, nach welcher fünf Denkfäulen das Grabmal krönten, zu entfprechen. 
Anderer 
Art 
Gnd 
die 
Grabmäler 
welche 
man 
Ph rygicn 
findet. 
Die 
Gräber 
wurden 
hier 
als 
"otten" 
Fclfcn 
d cn 
ausgehöhlt 
und durch 
mehr 
oder 
Lycifche G 
ler zu 
Antiphel 
minder ausgedehnte, oft reich verzierte, der Gcbirgswand aufgemcißcltc Fagaden 
charakterifirt. Es hcrrfchte derfelbe Brauch, welchem wir auch bei den perfi- 
fchen Königsgräbern begegneten. Anlage und Ausllattung diefer Werke zeugt 
von einem primitiven, an fchlichte HOlZCODllIFLICIlOIICII erinnernden Formgefühl. 
Die viereckige Fagade wird von einem rahmenartigen Gerüll eingefaßt und lichließt 
mit einem Giebel von geringem Neigungswinkel. Es lind dies vielleicht die ältelien 
Zeugnilie, an welchen die bedeutfame Form des Giebels, ohne Zweifel als Re- 
miniscenz eines Holzbaucs, wie er waldreichen Gebirgsgegenden eigen ill, her- 
Vortritt. Auch der doppelte Volutenartige Abfchluß, welcher dem Giebel als Be- 
krönung dient, gewährt ähnliche Anklänge an Schnitzarbeiten. Das bedeutendfle 
diefer Denkmäler, an Alter und Umfang hervorragend, findet {ich bei dem heu- 
tigen Dogan-lu und gilt nach den Andeutungen der dalTelbe bedeckenden alt- 
phrygifclien lnfchrift als das Grab des Midas (Fig. 59).
        

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