Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-788837
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Flabylox 
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Baukunfl. 
Nimrud und Khorfabad. Auch die beiden menfchenköpügen, geHügelten Stiere 
des Hauptthores übertreffen mit ihrer Länge und Höhe die der anderen Ge- 
bäude. Den Infchriften nach war der König, der diefen Palafl erbaut hat, der 
Sohn des Erbauers von Kliorfabad. Er hat alfo an Kolollhlität feiner Werke 
den 
Vater 
überbieten 
wollen. 
  Ueber Alter, Namen und Urfprung diefer ungeheuren 
I" Bauten haben die durch Major Rawlinfon entzifferten 
 Keilinfchriften bereits mancherlei Auffchluß gebracht. Zu- 
U Wim H"   gleich treffen einige andere Umitände für eine wenigftens 
 eifwvylf] ungefähre Datirung zufammen. Jedenfalls mülfen jene 
  TTIPF?"  Werke über die Zeit der Zerftörung von Niniveh, 606 v.Chr., 
Fig_52_Bl-üßung5mauer hinaufrücken. Es ift aber durch andere Gründe wahr- 
"o" Kh"f"bad' fcheinlich, daß die älteften Bauten zum Mindellen in das 
neunte Jahrhundert vor unferer Zeitrechnung zu verweifen Iind. Dahin gehört 
vor Allem der Nordweltpalait zu Nimrud, als deilen Erbauer die Infchriften den 
Sardanapal ergeben haben, nicht den fpäteren 
ä 2  l 9;; Wollültling. diefes Namens, fondern einen 
Li (äm kg? Q q?  früheren kriegerifch-lträftigen Fürften. Der 
LQQ,   o; Centralpalalt iit etwas jünger als jener, da 
jgä-m  j  er infchriftlich vom Sohne des Sardanapal, 
 f  j 4 Temen-bar erbaut wurde. Die übrigen Pa- 
ggf j a" "K läfte gehören einer zweiten, im achten Jahr- 
? ä? Q Q" ß hundert be innenden D nafti n Z {t 
N w  { w; u lg y e a  uer 
22 gäjlj{ 50g N. h  baute Konig Salmanatfar den Palait von 
 äoä ' u. Khorfabad, dann fein Nachfolger Sanherib 
 G:  X den von Kujjundfchik, welchen man für das 
ä 2x 55 LJ; von Xenophon erwähnte Mespila hält. Den 
  { ä  a] Befchluß macht Sanherib's Sohn Efarhaddon 
  sie, ygo äqlä mit dem Südwellpalalt von Nimrud. .Ke1ne 
't glll kß  von den aufgegrabenen Stellen fchemt jedoch 
 aß ä m9: das eigentliche Niniveh zu enthalten. Diefes 
i? x A7 v k? foll vielmehr in dem Moful gegenüber liegen- 
K1   den Trümmerhügel verborgen fein. 
Fig. 53. Ornament von Kujjundfchik. Die einzige Gliederung, die an all, 
diefen riefenhaften Bauten bis jetzt ge- 
funden wurde, belteht aus dem Kranzgefims, welches im Palaft zu Khorfabad 
die Brüftungsmauer der Terraife krönte (Fig. 52). Es wird aus einer tief ein- 
gezogenen Hohlkehle unter einer vorfpringenden 'Platte gebildet, nach unter: 
begrenzt durch einen kräftigen Wulit. Im Uebrigen werden die ungeheuren 
Mauerflächen des Aeußern, fowie fämmtliche innere Wände, bloß decorativ mit 
Sculpturen überdeckt. Gewilfe ornarnentale Formen von hoher Schönheit, die 
{ich in diefen affyrifchen Gebäuden finden, zeigen eine mehr als zufällige Ver-
        

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