Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-788820
Faltungen, Flußübergänge, Schlachten und Unterjochungen verfchiedenartiger 
Völker, Darbringungen von Tribut, Jagden, religiöfe Handlungen, Opfer und 
Proceflioneil nicht ohne Naturtreue, aber mit einer gewilfen Nüchternheit ge- 
fchildert. Die einzeln angebrachten Koloilaliiguren zeigen dagegen eine feltfam 
phantaflifche Ivlifchung von menfchlichen und thierifchen Formen (vgl, Fig. 51): 
Stiere und Löwen mit Männerköpfexl und Vogellittichen, lllenfchen mit Vogel- 
köpfen u. dgl. Der zu jenen Sculpttiren benutzte Stein ill ein fehr weicher, 
grauweißer Alabalter, der an der Luft eine dunkelgraue Farbe annimmt. Doch 
wurde zu den Einzelligtiren auch wohl ein glänzend gelber Kalkflein aus den 
kurdifchen Gebirgen, zu anderen Bildwerken ein grobkörniger grauer Killlillell"! 
verwendet. 
Portal 
F611 Z1. 
Khorül 
In Iihorfabatl wurden zwei Kolollalliguren von  Fuß Höhe und eine 
Menge von Zimmern mit Reliefplatten von 10H12 Fuß im Quadrat entdeckt. 
l)er Palall ifl durch Feuer zerllört worden, wie die aufgefundenen Holzkohlen, 
Ueberbleibfel von dem hölzernen Dache, zeigten. 
Ungleich umfalfender lind die Ausgrabungen zu Nimrud. Im Nordwell- 
palalle allein, der von allen am beflen erhalten ift und keinerlei Zerflörung durch 
Feuer erfahren hat, wurden nicht weniger als achtundzwanzig Gemächer mit 
ihren Sculpturen aufgedeckt. In dem Südweltpalafle, detfen Reliefs durch Feuer 
großentheils verkalkt waren, fand man eine Menge von Tafeln, die, an den Ecken 
zum Theil abgefchlagen, auf beiden Seiten Darßellungen enthielten. Man er- 
kannte daraus, daß fie von einem älteren Gebäude hergenomrnen und für das 
neuere patYend gemacht waren. 
In Kuijxlndfchik. wo gleichfalls 
54g 
beträchtliche 
Anzahl 
VOn 
i 
Räumen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.