Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-788735
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Aegvplifche Baukunff. 
erhob. Durch die bronzenen Plügelthüren des Hauptportales gelangte man in 
einen ungeheuren Vorhof von 270 Fuß Tiefe und 320 Fuß Breite. Eine doppelte 
Säulenrcihe leitete den Nahendeil durch diefen Vorraum zu einem zweiten Pylo- 
nenthor von noch weit koloflhlerer Anlage. Durch diefes gelangte man zu einem 
Säulenfaaile, der die riefigfie aller Vorhallen bildet, im Laufe des I4. und I5. 
Jahrhunderts v. Chr. beendet. Er mißt 320 Fuß Breite bei 164 Fuß Tiefe. Seine 
gewaltige Steindeckc wird von 134 Säulen getragen. Die mittleren beiden Säu- 
lenreihen, 26 Fuß höher als die übrigen, bilden drei höhere Schiffe, (Fig. 40], 
deren Seitenwände, über den Decken der niedrigeren Räume auffteigcnd, durch 
vergitterte Oelfnungen dem ganzen Saale ein genügendes Licht zuführten. In 
der AXc diefer großartigen Vorhalle weiterfchreitend gelangte man zu einem 
dritten Pylonenthor von ebenfalls koloflale-i" Anlage, durch welches man in einen 
des S2 
lcnfa 
fchmaleren, freiliegentlen Hol" trat. Diefer fchloß den eigentlichen Kern des Tem- 
pels ein, der wiederum von einem vierten Pylon und einer damit verbundenen 
Umfullimgsmauei" begrenzt wurde. Vor diefem Pylon erhoben (ich zwei von 
Thutmes I. errichtete granitne Obelisken, der eine gg, der andere 69 Fuß hoch. 
Etwas jünger, und offenbar mit Beziehung auf jenen Bau errichtet, war der füd- 
weillich von ihm gelegene Tempel von Lukfor. 
Sodann fügte Ramfes III. den Denkmälern von Karnak noch zwei Heilig- 
thümer hinzu; das eine derfelben fchloß {ich dem großen Haupttempel "an, jedoch 
fo, daß es die füdliche Seitenmauer des großen Vorhofes durchbrechend, feine 
Längenrichtung in die Queraxe des Hauptbaues nimmt. Das andere, dem Chenfu 
(Khons) gewidmet und erII von den Nachfolgern des Ramfes vollendet, ift unter 
Figßg im Grundriß LmdDurehfchnitt dargeftellt; eine Anficht desI-Iofes gibt Fig. '58. 
Auch das weflliche Ufer des. Stromes iil hier mit Trümmern koloffaler Ge- 
bäude überfäet. Namentlich ziehen die Refle der ungeheueren, in den Fels ge- 
hauenen Königsgräher, der Ilypogäen, die Aufmerkfamkeit auf fich. Ueber-
        

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