Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-791925
Renaiffance. 
Spanifche 
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den von denfelben ausgehenden Bauten, und macht der damals in Italien herr- 
fchenden klaififchen Bauweife mit allen ihren Confequenzen Platz. Fern von 
den Höfen, im Schooß der Städte, namentlich in Deutfchland, wird indeß jener 
Mifchltyl noch feftgehalten, obwohl in den Formen eine größere Willkür, Ueber- 
ladung und Entartung, entfprechend der Sinnesweife des Barockßyles mehr und 
mehr überhand nimmt. 
In Spanien finden wir zunächß eine höchft glänzende Frührenaiffancc, 
die fchon mit dem fünfzehnten Jahrhundert anhebt. In ihren erßaunlich üppigen 
Schöpfungen, welche Maurifches, Gothifches, Antikiürendes mit keckem Sinn 
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vermifchen und daraus einen neuen Decorationsßyl, den fogenannten Plateres- 
ken (Goldfchmiede-) Styl, von hohem phantailifch-poetifchen Reiz, voll frifchen, 
Rrömenden Lebens erzeugen, erkennt man den Reflex der glänzenden Blüthe 
jenes Landes zur Zeit Karls V. Den höchflen Luxus, mit wahrhaft unglaub- 
lichen, ftets aufs Neue überrafchenden Verbindungen, hat diefer Styl in den 
Säulenhöfen der Paläfle und Klöfler entfaltet, während man gleichzeitig und noch 
bis in's 16. Jahrhundert bei Kirchenbauten mit gutem Bewußtfein am gothifchen 
Styl fellhielt, wie es die Kathedralen zu Salamanca vom Jahre 1512 und zu 
Segovia von 1525 bcwcifen. Das Collegium S. Gregorio zu Valladolid, das 
Hofpital S. Cruz zu Toledo, der Kreuzgang von S. Engracia zu Saragoffa 
Lübk e, Bnuflyle. 4. Aukl.  23
        

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