Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-791698
hier in der Laguncnüadt das Waffer, bildet nach dicfcr Seite die Faeadc au: 
und die offenen Logen vertreten gleichfam den fehlenden Hof. So behält aue 
jetzt, im Gegenfatz zu der ernüen, faft trotzigen Großartigkeit der fiorentine 
Palaßarchitektur, der Charakter des venezianifchen Styls fein heiteres, offenes 
feflliches Wefen. 
Der Kirchenbau Venedigs ifl unbedeutend, klein in den Vcrhältnißel" 
dabei flark mit gothifchen Elementen durchfetzt. So wenigftens in S. Zaccari: 
Reiner entwickelt {ich der Styl an einer Reihe kleiner Kuppelkirchen, welche i 
Decke nach Ser 
ihrer Gewölbarilage die Nachwirkung von S. Marco verrathen. Ueberaus ziel 
lich in diefer Art S. Maria de' Miracoli, von welcher in Fig. 437 ein Kapitä 
mitgetheilt ifl; am fchönilen jedoch die edle Kirche S. Salvatore. Eine wunder 
liche, durch S. Marco vermittelte Einwirkung byzantinifcher Kunfl zeigt {ich i 
der Vorliebe für halbrunde Giebelabfchlüfle. 
Die Renaiffance erfcheint indeß hier in der infelartig gegen das Fellland ab 
gefchloffenen Stadt erft fpät, und wie es fcheint von der Lombardei her einge 
bürgert. Dafür fpricht der Name der Architektenfamilie der Lombardi, an
        

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