Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-788610
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nleitung. 
Hierher gehört nun auch die Betrachtung jener ältellen baulichen Ueber- 
reite, die man ebenfalls in die heroifche Vorzeit verweifen muß. In dem 
ganzen Länderbereiche nämlich, welcher nachmals durch die hellenifche Cul- 
tur berührt wurde, auf dem Boden des eigentlichen Hellas, an den Küflen 
Kleinafiens wie auf den zwifchenliegenden Infeln und felbfl auf italifchem 
Gebiete, linden wir Denkmäler einer alterthümlichen Bauweife, welche auf eine 
in vorgefchichtlicher Zeit gemeinfame Culturentfaltttng in diefen Ländern des 
Mittelmeeres hindeuten. Diefe gewaltigen Werke, deren Compolitionsweife und 
Formgefühl von dem des fpäteren hiftorifchen Hellenenthums fo weit abweicht, 
werden auf das Urvolk der Pelasger zurückgeführt. Man hat unter diefcm 
Namen die Gefammtbezeichnttng für jene Völkerfiämme zu verliehen, welche, 
durch gerneinfame Abflammung ver- 
bunden, aus ihren Sitzen im Innern  X  
Aliens hervorgingen und {ich in lan-  iN-t, 
gem Zuge über die das Becken des  X K XXX-MKXX 
Mittelmeercs umgürtenden Länder  
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Kyklopifches Maucrwerk. 
hatzhaus des Atreus zu 
Mykenae. 
Ohne der öfter bei Homer erwähnten Grabhügel gefallener Helden aus- 
führlicher zu gedenken, fei hier an die Relle uralter Städtematiern erinnert, 
welche bei den Griechen felbPc Verwunderung erregten, und wegen ihres fremd- 
artigen Anfehens den Namen kyklopifche Mauern erhielten. Das Wefentliche 
diefer Relle, deren man zu Argos, Mykenae, Tiryns und in Kleinalien zu 
Knidos, Patara, Affos und an anderen Orten eintrifft, befteht darin, daß anflatt 
eines Quaderbatles eine höchll feltfame, mehr willkürliche Behandlung des Steines 
llattfindet. (Fig. 32.) Die großen Blöcke werden in unregelmäßiger Geflzalt feharf 
ausgearbeitet und fo zufammengefetzt, daß die Fugen überall in einander greifen 
und das Mauerwerlt dadurch ohne Anwendung von Mörtel die größte Fefligkeit 
erlangt. Eigenthümlich lind auch die Thore folcher Mauern behandelt; theils 
mit fchräg zu einander geneigten Seitenpfoften, die durch einen mächtigen Stein- 
balken oben verbunden werden, wie am LÖWCHIlIOF zu Myltenae, theils mit
        

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