Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-791492
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Renaiffance 
Italien. 
Sockel mit Stylobaten giebt. Die Pilallerkapitäle werden im Erdgefchoß dorilirend, 
in den oberen Stockwerken korinthifirend gebildet. Damit hat der Horentiner 
Palallbau in diefer Epoche feinen Höhepunkt erreicht, auf welchem er mufler- 
gültig für die übrigen Baufchulen wird. 
Einfacher und doch nicht minder künlilerifch ifl die Behandlung folcher 
Facaden, an welchen die Flächen der oberen Gefcholle aus Bruchlieingemäuer 
mit Stucküberzug beßehen. So weit der Stuckbewurf reicht, erhalten Iie Schmuck 
Fig. 
Thür 
zu Florenz. 
am Palazzo Gondi 
durch Gemälde oder Sgraflito, letzteres eine Art Radirung, fchwarz auf weißem 
Grunde, Friefe, Pilafterilreifen, Feilons mit Emblemen, Figürlichem und Vegeta- 
tivem anziehend vermifcht. Bei folchen Gebäuden pflegen aber das Erdgefchoß 
und die ganzen Ecken, fowie die Einfaffungen von Fenflern und Thüren in 
kräftigem Ruüica-Quaderwerk ausgeführt zu werden. 
Hand in Hand mit der Ausbildung der Flächen geht die Entwicklung der 
Portale und Fenfler. Beide lind zuerft einfach im Rundbogen gefchloffen und 
mit einem kräftigen Rahmen umfaßt, deffen ganzer Schmuck in wirkfamer Her- 
vorhebung des Fugenfchnitts belleht. Fig. 4.19 giebt ein Portal vom Pal. Gondi, 
das diefe einfach kraftvolle-Form veranfchaulicht. Die zierlichere Entwicklung, 
welche der Palaßbatu jedoch bald anllrebt, verleiht den BOgenfenIIern ein
        

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