Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-791451
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Renaiffanxce 
in 
nlicn. 
Die Treppe zu den oberen Gefchoffen liegt rechts oder links vom Eingang, 
in einer Ecke des Hofes. Sie belteht aus einem einzigen, doch genügend breiten 
Lauf, der durch ein {teigendes Tonnengexivölbe überdeckt ifl. Das erfle Podefi, 
auf halber Höhe der Etage angebracht, hat Kreuzgewölbe. Von dort führt der 
Obere Lauf, parallel mit dem unteren, auf die Höhe des oberen Gefchoiles, wo 
er auf eine gewölbte Halle mündet. Die Stufen lind in der Frührenaiflance, die 
bei den Treppen nur das Nothwendige angemelfen ausprägt und noch keine 
großartigeren, luxuriöfen Treppenanlagen verlangt, ziemlich {teil und nicht gar 
zu be uem zu fleiren. 
q i, Die Austheilung der 
   7147i;   illlllfl, Gemächer ifl; klar, über- 
     7   vdlfllll lichtlich, in zweckmäßiger 
   Verbindung unter einander 
IJIJHH Wllllillllmmiipnlpiu; ggf   und mit den die Bemein- 
lEkmfifüääiliriyllrgäillifluu, m, llvllllgtlf:    l-ame Commumkation vor- 
   mittclnden Hallen. DIC 
 r 11:?  Haupträtime haben iiläev- 
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 _i I     nähernde Geüalt. Auf man- 
 nigfaltigeren Wechfel der 
    Raumformen und dadurch 
    gefteigerte Effekte ifl man 
l: r  jtqillllllljlllällll  _ noch nicht bedacht. Die Be- 
lzl, Whlllllll? l" "yülllßrsifllt, i; ll p l "llllal  ' .   
12 trettfräß. luas-lt;  "l 11,. H  - Lkckung d" Raume Md 
  5m   5 ' llblui; ja 13;,  theilsdurchhölzerne Decken 
ll.  "Ä       mit reicher Schnitzerei, Be- 
   Nil i malung und Vergoldung, 
A1,-   oder auch durch flache 
           Spiegclgeivölbß, die ähnlich 
H; m, Hofdcs Pumas m. Urliino. reich ornamentirt werden, 
bewirkt. Ein kräftig aus- 
gebildetes Gelims in den Formen des antik korinthifchen trennt die WandHäche 
vom Gewölbe. Die NVände felbfl wurden zumeift mit Teppichen behängt. 
Die Bedeutung des Inneren fußt {ich fchließlich nach außen in der Facade 
kräftig zufammen. Die llorentinifche Renaiffance hat zum erflen Mal den vollen- 
deten ltünftlerifchen Ausdruck für das Privathaus des durch Reichthum und 
Bildung hervorragenden Bürgers gefchaifen. Doch laifen {ich verfchiedene Stufen 
der Entwicklung unterfcheiden. Brunellesco beginnt beim Palazzo Pitti mit einem 
ungeheuren Quaderbau, der durch Rultieabehandlung einen noch grandioferen 
Eindruck macht. Er kennt noch keinen Unterfchied der einzelnen Stockwerke: 
jedes erhält diefelbe Form der Rullica, jedes dallelbe Gelimfe zum Abfchluß.
        

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