Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-791234
mit einer Fiale bekrönt und an 
der Vorderfeite mit Statuen ge- 
ziert, ileigen in ganzer Höhe bis 
zum Dachgefims auf; auch am 
Chorfchluß macht eine ruhige, 
vereinfachte Form {ich geltend, 
und endlich wird die Fagade 
häufig nur durch einen Mittel- 
thurm ausgezeichnet. 
Auch für Deutfchland laffen 
(ich in der Ausübung des gothi- 
fchen Styls drei Haupt-Epo- 
chen, entfprechend dem Entwick- 
lungsgange der anderen Länder, 
unterfcheiden, nur daß hier der 
Beginn der Epochen etwas fpäter, 
in manchen Gegenden faft um 
fünfzig Jahre zurückdatirt werden 
muß. Der {trenge Styl des 13. 
Jahrhunderts ifl: fpärlicher ver- 
treten als in Frankreich und Eng- 
land, ja in der erilen Hälfte jenes 
Jahrhunderts drängt die neue 
Bauweife nur vereinzelt neben der 
fortbeflehenden rornanifchen 
Kunft {ich ein. Der freie Styl 
des 14. Jahrhunderts bildet {ich 
gerade hier zur fchönßen Ver- 
einigung von Anmuth und Hoheit 
aus. -In diefer fpäteren Zeit fteht 
Deutfchland an der Spitze der 
architektonifchen Bewegung, ja 
fein Styl wirkt felbü auf Frank- 
reich zurück, und feine Baurneißer 
werden fernhin nach Spanien 
und Italien gerufen, wo die go- 
thifche Architektur unter dem 
Fig. 392. Von den Chorllühlen zu Altenburg. 
Namen des deutfchen Styles. (ma- 
niera tedesca) bekannt ifi. Der 
dekozrative Styl, der bis tief 
in's 16. Jahrhundert hineinreicht, 
fteigert {ich weder zu der üppigen
        

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