Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-791149
Gothik. 
Englifche 
275 
Weit bedeutender als die kirchlichen find befonders in Belgien die bürger- 
lich-pro fanen Bauten. Jede der einR fo volkreichen Städte diefes Landes 
hatte ihr Rathhaus, ihre Kaufhallen, ihre Gildenhäufer in großartigfier Weife 
ausgeführt. Die Perle unter diefen Ge- 
bäuden iPt das Rathhaus zu Löwen. 
Andere Rathhätifer findet man zu Gent, 
Brügge (mit einem Thurm, dem Beffroi, 
in welchem die Sturmglocke hing), 
Brüffel, Ypern, Oudenarde u. f. w. 
2. ln England und Skandinavien. 
Als im Jahre 1174 nach dem Brande 
der Kathedrale zu Canterbury ein 
franzöfifcher BaumeiRer, Wilhelm von 
Sens, herbeigerufen wurde, die Wieder- 
herflellung des Chores zu übernehmen, 
führte er den Neubau, abweichend von 
der bisher in England gültigen norman- 
nifchen Bauweife, in dem kürzlich in 
feiner Heimath entflandenen gothifchen 
Style aus. Frankreich gab daher zum 
zweiten Mal dem benachbarten Infellande 
einen neuen Bauflyl. Aber auch dies- 
mal bewährte {ich die Kraft des engli- 
fchen Nationalcharakters an den fremdher 
überlieferten Formen: der frühgothifche 
Styl der Engländer, oder, wie lie ihn 
nennen, der frühenglifche (earfy Eng- 
Iish), nahm alsbald eine entfchieden ab- 
weichende Geflialt an. 
Die wichtigfle Umänderting erfuhr zu- 
nächfl der Grundriß. Man verließ die 
reiche Choranlage franzöiifcherKathedra- 
len und fchnitt dagegen den Chor und 
feine Ableiten durch eine gerade Mauer 
ab (vgl. Fig. 374.), an die man indeß eine 
ebenfalls rechtwinklig fchließende Mutter- 
gotteskapelle (Lady Chapel) als Anbau 
legte. Dem Sclmiff gab man eine größere 
Längenausdehnung bei geringerer Breite, 
denn man fchloß das Mittelfchiffjederfeits 
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