Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-791126
Franzöüfche 
Gothik. 
273 
weitere Verbreitung fand. Wir fügen unter Fig. 369 eins der fchönen Pfeiler- 
kapitäle von Amiens bei, an welchem die Kapitäle der Dienfte minder hoch lind als 
die des Pfeilerkerns; fodann möge Fig. 370 die herrliche Galerie der Facade mit ihren 
durchbrochenem Arkaden und der Reihe von Königsftandbildern darüber veran- 
fchaulichen (vgl. auch Fig. 336, 345, 354). Zu den wichtiglten Bauten des 13. 
Jahrhunderts gehören noch die Ste. Chapelle zu Paris, d. h. die Kapelle des 
königlichen Palaltes, erbaut von 1243 bis    
1251 (vgl. die rigg. 331, 334, 341), fer- 1 
ner der großartige Chor der Kathedrale  
von le Mans (feit 1217), die Kathedralen fi 
von Tours, Auxerre, die bedeutenden   
Denkmale der Normandie, vorzüglich die  x W12  731511  "W   i 
Kathedralen von Coutances, von Lisi- l i. itl        
eux und Bayeux, die {iattliche Kathedrale     5„" j   in   "i 
von Rouen (Fig. 364) und die zierliche       
Kirche S. Ouen dafelbü; endlich noch in  i    I jlimiil "f 
der fpäteften Zeit die irnpofante Kathedrale        
von Orleans. Von einem der anmuthig- i"   
Pccn Gebäude des I3. Jahrhunderts, dem wg 37a S_ Mary zu Vom 
Refectorium von S. Martin des Champs 
zu Paris, geben wir unter Fig. 371 ein Kapitäl der fchlanken Säulen, die.den 
Bau in zwei Schiffe theilen. 
Die fpätere 
dem Beginn des 
Zeit der gothifchen Architektur in Frankreich, namentlich feit 
15. Jahrhunderts bringt jcric reiche und willkürliche Decorations- 
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Fig  
330. 
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weife hervor, welche die Franzofen als Flamboyantflyl bezeichnen. Der Aus- 
druck iß zunächlf von dem Fenflermaßwerk hergeleitet, deffen Figuren aus 
Hammenförmigcn Muflern (den fogenannten Fifchblafen) zufammengefetzt lind. 
Auch fonll erfcheinen die Formen vielfach phantaflifch umgeflaltet, gefchweifte 
Kielbögen werden, befonders an den Portalen, häufig angewendet, und die Flächen 
mit glänzender Decoration in ähnlich willkürlichen Formen überkleidet. Auch 
Lübke, Bauftylc. 4. Aufl. 18
        

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