Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-791074
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Gothifcher 
Baufiyl. 
lichen Wohngebäude. In der Regel legte man fie auf fchmalem aber tiefem 
Grundplane in dichtgedrängten Reihen an. Häufig haben lie in der Front eine 
Breite von nur drei Fenllern. Diefe rückte man dicht zufammen, bildete Iie 
hoch und breit, fchied {ie durch fchmale Mauerpfeiler und theilte die einzelnen 
durch Steinpfollen, fo daß nur auf den beiden Ecken eine größere Mauerfläche 
{ich bot. Erker, die oft als Eckthürme vorfpringen, bisweilen auch, in der Mitte, 
{ich als Chörlein der Hauskapellc ankündigen, dienten häufig als befonderer 
Schmuck der Facade. Auch liebte man Figuren auf Confolen und unter zier- 
lichen Baldachinen anzubringen. _Den Giebel ordnete man in der bereits be- 
Fi8' 
Aus S. 
hlartin 
ies Champs zu Paris. 
Refectorium. 
fchriebenen Weile an. Manchmal aber gab man dem Gebäude ein hohes Walm- 
dach, deffen pyramidalifch zurückweichende Spitze man durch einen kräftigen 
Fries und Zinnenkranz zum Theil verdeckte. Oft ruht der vordere Theil des 
Haufes auf kräftigen Pfeilern und Bögen, fo daß eine Art von überwölbter oder 
Hachgedeckter Vorhalle {ich vor dem Haufe hinzieht. Diefe fetzt {ich dann ge- 
wöhnlich unter den Nachbarhäufern fort: fo daß ein ununterbrochener Bogen- 
gang, die fogenannten "Lauben", zum Vortheil des gewerblichen Verkehrs und 
Kleinhandels {ich an den Straßen hinzieht. 
Die 
äussere 
Verbreitung 
des 
gothischen 
Styles. 
Bei der Aufzählung der einzelnen Denkmäler in den werfchiedenen Ländern 
werden wir unter den wichtigeren nur die hervorragenditen nennen, da die auf's 
Höchfte gefteigerte Produktion jener Epoche uns zu folcher Befchränkung zwingt.
        

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