Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-788545
Vorgefchichtliche Denkmäler. 
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werden, zeigen eine befonders forgfältige Herllellung und reichen Schmuck. Häulig 
lind Ornamente eingravirt und mit dunklen: Kitt eingelegt, in einer Art Niell0- 
technik, welche auf der blank polirten und bisweilen vergoldeten Bronze eine 
fchöne NVirkung machen mußte. Die Ornamente beilehen aus Linienfpielen, bei 
welchen der Kreis, die Spirale, der Zickzack vorherrfcht. Beifpiele diefer Arhei- 
ten in Fig. I4 die unter i und k abgebildeten Schwertgrifle aus Dänemark. 
Aehnlicher Art lind die Schwerter unter f, g, h, die gleichfalls in Dänemark 
gefunden wurden. Der Griff  x 
läuft hier in einen viereckigen i   A; 
oder tellerförmig runden Knauf  a  x 
mit buckelartiger Spitze aus,      "T  
während die Beifpiele unter d,  l {ff  l 
aus derSchweiz, und e, aus Dänc-    i   
mark, die in doppelte Spiralen      
auslaufenden Griffenden zeigen.   l   
löagegen gehören der Dolch aus     i) 
Rheinheffen unter I, die Schwer-  .1  "h 
ter aus Irland unter a, aus  l Ä E 
Schweden unter b, und aus der l  R 
Schweiz unter c, der crfteren i; l 
Gattung an. Bronzene Pfeil- und  jgzigää  
Lanzenfpitzen aus den Schweizer   i) 
Pfahlbauten enthält Fig. 13 {i    i 
unter d, b und c. Daß auch    
die Haar- und Geutandnctdeln   
{ich bereits durch große Mannig- f  it's-i  
faltigkeit auszeichnen, beweifen    
die unter Fig. I5 gegebenen Agile? l  
Beifpiele, wo namentlich der ff; l  
Knauf der Nadel in verfchieden-   
artigfter Weife ausgebildet ifl. i 
Befondcrs zierlich (im, auch Fig. 15. Haar- und Gewandnadeln aus Bronze. 
die gegollienen oder getriebenen Schalen und Urnen von Bronze, lCIZCFC Oft 
mit zwei Oelieil zum Aulhängcn verfehen, wie Fig. I6 zeigt. Hier ill HiClII 
blos die Gefammtfurm lebendig und fcharf gegliedert, fondern durch eingravirte, 
mit dunklem Kitt ausgelegte Ornamente reich verziert. De!" KFCiS, die Spifale, 
die Meereswelle, das Schuppen- und Zickzackornament fpißlßn dabei, wie diellelbe 
Figur zeigt, die Hauptrolle. Auch Vogelköpfe kommen bisweilen als immer 
noch fpärliche Vertreter der Thierwelt vor. 
Endlich iil auch die Ausbildung der Thongefäße weiter fortgefchritten, und 
obwohl noch immer die Drehfcheibe unbekannt fcheint und die Gefäße aus freier 
Hand geformt lind, zeichnen {ich diefelben doch durch forgfältigere Herftcllung,
        

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