Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-790955
Krabben iind in frühgothifcher Zeit meift einfach, einem kräftigen Blatte ähn- 
lich, deffen S itze {ich umgebogen und Zufafnmeflgelvllt hat (Fig. 355); feit 
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 dem 14.. Jahrhundert entfalten {ie 
  (ich üppiger, kraufer, dem übrigen 
 X   Blattwerk entf  
i?    prechend (Fig. 356). 
„I i    Die Spitze der Fiale krönt endlich 
lnullex-  v-    
49a 1  -   . eine kreuzförmig ausladende Blume 
 i) [Wurm     
n  Iifzg?   0381 D in Fig. 3.53), deren Geftalt 
 yÄ  x58  EM 1! i in den frühgothifchen Denkmalen 
ill w! 98K  X in I glä    
.1:   u , an einfach und energifcli gezeichnet 
 5    in wie bei Fig. 357, mit dem Be- 
i  I.    ginn. des 14: Jahrhunderts aber 
V ä  läzyäfigi:  i   zierlichere, feinere Gliederung und 
i 1      lebhafter bewegten Umriß gewinnt 
a) _m! Hiläjlilll   wie bei Fig. 358. Jene Krabben 
ii      liebte man überall auf fchräg an- 
i I   lleigenden Linien am Aeußeren, 
g [l  _  fo namentlich auf den Rücken der 
E i  a2   Strebebögen (vgl. Fig. 34.8, 349, 
   353), anzubringen. Aber auch in 
Fig. 354. Strcbcfyfkcm vom Chor der Kathedrale zu Amicns. den Hol-flkehlen der Geümfe kom- 
men Reihen folcher Krabben vor 
wie bei Fig. 359 u. 360.  An einfacheren Bauten gibt man dem Strebcpfeilei 
wohl blos eine fchräge Bedachung oder ein fchlankes Giebeldach. 
Um der durch dic Strebc- f 
pfeiler fo fcharf betonten Vertikal-   l 
richtung nun ein genügendes Ge- ' i x f, 
31  r  
gengewicht zu bieten, erhalten die r"  I-WY 1„  H;  
gothifchen Gebäude ein kräftig ent-  iiyrß,  inphwlV  i: 
wickelfes Kranzgefims, deffen '1_ "i  ßri 
horizontale Linien durch eine das   nie. 5  
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Fig. 355. Friihgothifuhe Krabben. Fiz- 356- Kmbbe des u- Jahrhunderts- 
Bauten gibt man dem 
fclmlankes Giebeldach. 
Strebepfeilen
        

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