Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-790847
zrie mit ihren auf Säulen ruhenden Oeffnungen, dem fogenarinten Triforium, 
ie Wandfläche (vergl. den perfpektivifchen Querfchnitt der Kathedrale zu Arniens 
iig. 336). Eine weitere Stufe der Ausbildung des Styls durchbricht nun auch 
linter dem Triforium die äußere Wand durch eine Fenlleranlage, die meifiens 
mit den oberen Hauptfenllern in 
mmittelbaren Zufammenhang tritt. 
)ie Pultdächcr der Seitenfchiffe 
nülTen dann nach innen abgewalmt 
verden, d. h. bis auf den Fuß- 
bllnkt des Triforiums nach innen 
bfallen (vgl. Fig. 349), wodurch 
iier die Anlage von Dachrinnen 
iöthig wird. Ucber den Triforien 
vird die WandHäche in voller 
{öhe und Breite durch ein großes 
Tenller durchbrochen. Die Fen- 
ter {leigen von einer nach außen 
und innen {ich abfchrägenden Fen- 
lerbank auf, deren Neigung den 
kbfluß des Waflers befördert. Die 
Seitenwände werden durch einen lebendigen Wechfel vorfpringender und einge- 
;ehlter Glieder nach den für die Bogengelialtung maßgebenden Grundfätzen ge- 
wildet, jedoch foidaß bei frühgothifchen Bauten die rechtwinkligen und runden 
llieder der romanifchen Zeit noch vor- 
valten, wie bei Fig. 337, während dic Uwnnlnll lhixiilxlläK-i  H. 
    l. RPDI  it-   
patercn Werke aus birnformigen Profilen   MHQTTINXV h l 
lfld tief ausgehöhlten Kehlen, die durch 431,)! {Wllimliqnff [M] 
Charf gefchnittene Kanten getrennt wer-  .  "Ufi;   e  
lCn, wie bei Fig. 333 und 339, zufam- 4 
nengefetzt lind. Diele Gliederung geht,  ' 
visweilen wie bei Fig. 336 durch kleine  
tapitale gekront, bald aber mit liort- i  r 
affung derfelben, in den das ganze  
Ienller umfpannenden Spitzbogcn uber. e"  
äei der beträchtlichen YVCiIC, WClChC l"ig.335. Schlufsllein des Kreuzgewölbes. 
nan nunmehr aber für die Fenfier 
orderte, mußte eine Theilung durch auffieigende Zwifchenglieder {ich mit 
Jothwendigkeit ergeben. Schon der Uebergangsbau kannte gruppirte Fen- 
her. Man brauchte nur die Maucrfiücke zwifchen denfelben zu entfernen und 
urch fchmale fenkrechte Stützen zu erfetzen, fo hatte man die Grundform des
        

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