Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-790822
Gothifche Kapitälformen. 
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Die Scheidbögen werden aus einem Wechfel vertretender und tief ein- 
gezogener Glieder gebildet, die jedoch feiner, reicher und mannigfaltiger find als 
am Pfeiler (Fig. 329), und unter denen die vorfpringenden im Durchfchnitt ein 
birnen- oder herzförmiges Prolil erhalten. ln derfelben Weife wurden auch die 
Gewölbrippen gebildet. Aus den vorderen, an der Oberwand hinauffteigenden 
Dienilen fchwangen {ich in ähnlicher Profilirung die Rippen empor, und zwar nicht 
bloß für die Kreuzgräten, fondern auch für die Querverbindungen. An einer 
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Reihe von Denkmälern läßt (ich die fiufenmäßig fortfchreitende Entwicklung diefer 
Formen hier nachweifen. An der Kathedrale von Nevers (Fig. 330) wirkt in 
dem Rippenproül noch ein Reit rechtwinkliger und rundlicher Gliederung aus 
romanifcher Zeit nach. Fein und edel entwickelt zeigt die neue Form {ich in 
der Ste. Chapelle (Fig. 331), wo bei A der Quergurt, bei B die Kreuzrippe dar- 
geflellt ifi; in befonders confequenter WVeife fodann an der Kathedrale zu Nar- 
bonne (Fig. 332), und fchließlich gibt S. Severin zu Paris (Fig. 333) ein 
Beilpie "on der nüchternen Verflachtmg, welche das .15. Jahrhundert in diefe 
Formen bringt. Es lag in der Natur der Sache, daß die Querrippen {iärker 
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