Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-790800
Gothifche Pfeilerformcn 
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die Pfeiler wurden enger zufammengerückt und fämmtlich gleichartig gebildet. 
Die Form der Pfeiler weicht völlig von der des gegliederten romanifchen 
Pfeilers ab. Der Kern ift meiftens rund, aus gut bearbeiteten Werkftücken zu- 
fammengetügt, verbindet {ich aber mit einer Anzahl von Dreiviertelfäulen, welche 
Dienüe genannt werden, weil fie zum Tragen der Gewölbrippen dienen. Ihre 
geringße Zahl beläuft lieh in guter Zeit auf vier, bei reicher entwickelten Bauten 
jedoch auf acht, davon die vier, welche den Längen- und Querrippen entfprechen, 
   
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Aus dem Thurme der F 
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rohe zu 
Efslingen. 
die fogenannten alten Dienfle, llärker, die vier für die Kreuzrippen befiimm- 
ten jungen Dienlle fchwächer gebildet lind (vgl. Fig, 320). Manchmal erhielt 
diefer Bündelpfeiler eine weit größere Anzahl von Dienllen, die {ich jedoch 
gewöhnlich nach der Zahl der Gewölbrippen richtete. Bald höhlte man den 
zwifchen den Dienllen liegenden Theil des Pfeilers aus, fo daß eine tief einge- 
zogene Kehle die einzelnen trennte (Fig. 322). Der ganze Pfeiler hat einen 
polygonen Sockel, auf welchem {ich mit einer Abfchrägung die ebenfalls poly- 
gonen Sockel der einzelnen Dienlie, nach oben und unten durch einige Glieder 
begrenzt, erheben (Fig. 321). Diefe kleineren Bindeglieder befiehen in der Regel 
Liibke. Bauftyle. 4. Anm 16
        

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