Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-790760
Ronmanifche 
Bauten in 
Skandinavien. 
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nifchcil Styl anderer Länder üblichen Formen nach Maßgabe des Materials und 
der mlksthümlichen Gewohnheiten zeigen. Die bekannteflen unter diefeia {ind 
die Kirchen zu Hitte rdal (Fig. 318), Borgund, Tind und Urnes. Sie {ind 
zum Theil nach Art der Blockhäufer aus horizontal aufgefchichteten, an den 
Enden {ich überfchneidenden Baumitämmen erbaut. Andere diefer Bauten, 
die 
man Reiswerkkirchen nennt, 
{ind aus am 
rechtßeherlden Bohlen zufammen- 
gefügt. Die Dächer und Thürme 
{ind mit Brettern oder auch mit Schin- 
deln, Ziegeln oder großen Schiefer-  
platten, die hier bis zu 12 Fuß 
Länge gebrochen werden, bekleidet.  3' 1  
Einige Kirchen Iind ganz und gar i k. 
mit folchen Platten bedeckt. l)ie   
Anlage diefer Kirchen (vgl. Fig. 318)   "i    
Äiliiraihiälnh KÄÄZZmZZIh RÜÄLÄZF  
3    l .v    
welches auf drei Seiten von niedrigen   
Umgängcn cingcfchloifcn wird, wäh- m"  
rend nach Oflen eine Vorlage für den  Ili J.  gv  
Chor, gewöhnlich mit einer Halbkreis-    
nifche, {ich anfügt. Bisweilen treten Q . 
auch nach beiden Seiten Anbauten  
heraus, fo das der Grundriß Kreuz- ,  ' ' . ' Ffji'"t"ßeec, 
geflalt gewinnt. Schlanke Säulen aus  i"  i-TLiW  "A16,  Ü) 
Baumflämmen, die das MittelfchifT L . f    e, 
von feinen Abfeiten trennen, tragen   
auf Rundbögen die Oberwand. Die 11;, WEH," 
Kapitäle der Säulen beftehen entweder   n'en 
aus einfachen Ringen oder einerNach- m; 3,3_ Kirche m, HmerdaL 
bildung des Würfelkapitäls, mit phan- 
taftifchen Schnitzwerken auf den Seitenflächen. DasAeußere diefer merkwürdigen 
Kirchen erhält durch die den ganzen Bau umziehenden niedrigen "Laufgänge" eine 
noch eigenthümliehere Geftalt. Ueber ihrem Dache erheben {ich mit ihren kleinen 
viereckigen Feniiern die Seitenfchiffe, über diefen das Mittelfchiff, und aus deffen 
Dache endlich {leigt ein viereckiger Thurm mit ziemlich fchlanker Spitze auf. 
Das Aeußere hat mancherlei Schmuck, auch felhfl buntfarbig aufgemalte Orna- 
mente. Die. Giebel find mit zierlich ausgefchnitzten Brettern bekleidet, an den 
Portalen und anderen ausgezeichneten Stellen finden {ich Arabesken, bisweilen 
an Schriftfchnörkel in alten Manulkripten erinnernd.
        

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