Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-790674
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Romanifcher Bauflyl. 
Frankreich fchon in der Frühzeit des II. Jahrhunderts irr klar ausgefprochener 
Originalität auf, entwickelt {ich fodann auch in den nördlichen Gegenden feit 
der Mitte jenes Jahrhunderts und wird fchon gegen das Ende des 12. Jahrhun- 
derts durch ein ganz befonderes Baufyllem, das gothifche, verdrängt. 
Im füdlichen Frankreich, befonders in den Theilen, die an das Mittel- 
meer grenzen, entfland unter dem Einfluß des milden Klimas und der antiken 
Ueberlieferuxag ein romanifcher Styl, der die Antike ftrenger befolgt als felbfl die 
italienifche Architektur. Am meiüen bezeichnend ifi für diefe Bauten, daß {ie 
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faii niemals die gerade Holzdecke, aber auch eben {o wenig das Kreuzgewölbe, 
fondern meillens das Tonnengewölbe haben. Das Mittelfchiii ift in ganzer Länge 
durch ein folches Gewölbe bedeckt (Fig. 309), jedes Seitenfchiff dagegen durch 
ein halbirtes, welches als Strebe {ich an die mittlere Wölbung anlehnt. Dadurch 
wird dem Mittelfchiff die YeIbIIäiIdige Beleuchtung entzogen; es erhält fein Licht 
durch die Fenfter der Seitenfchiffe, der Apfis und der Kreuzarme. Manchmal 
wird auch das mittlere Tonnengewölbe aus zwei Kreisabfchnitten gebildet, fo daß 
eine Art von fchwerer Spitzbogenform entlleht. Der Chor hat gewöhnlich neben 
feiner Hauptnifche noch mehrere kleinere Nifchen; die Scheidbögen der Schiffe 
ruhen auf Pfeilern, wie es die Ftarken Mauern und Gewölbe verlangten. Die
        

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