Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-790587
Zeit 
der 
Gewölbebau 
den 
mittelrheinifchen 
Gegenden 
auf. 
Hier 
wird 
ZWRI" 
ebenfalls die Vierung durch Kuppelanlage hervorgehoben, aber die Ausbildung 
des gewölbten I.anghat1fes hält damit gleichen Schritt. Der Dom zu Mainz, 
mit doppelten Chören und weltlichen) Querfchiff, zwei Kuppeln und je zwei 
Thürmen zu den Seiten der Chöre machte den Anfang und hatte den ebenfo 
großartigen Dom zu Speier (vgl. Fig. 282) und den etwas fpäteren Dom zu 
KVorms zu Nachfolgern. Gleichzeitig entfland die Abteikirche Laach (vgl. 
die Fig. 276 u. 281) und die Doppel-Kirche zu Schwarz-Rheindorf bei Bonn. 
ln der Uebergangsepoche entwickelte fich gerade am Rhein die Baukunfl zu hoher 
Bedeutung Die wichtigflen Werke diefer Spätzeit lind S. Quirin zu Neuß, urn 
1209 erbaut, ferner die zerftörte Kirche zu Heißerbach, das Münfler zu Bonn, 
S. Kunibert und S. Ge- 
reon zu Köln, fowie die  
prächtigen Kirchen zu An- f  . 
dernach, Gelnhaufen    
(Fig 298) und Limburg  
an der Lahn (vgl. Fig. 285  
In Weftfalen u n d f            
Helfen gellaltete lich der r            
romanifche Styl in an-   i i 
fpruchsloferer YVeife. Cha-     " "i 
rakteriltifch iit das feltene   
Vorkonumen von Hachgc-  551.511] 
deckten Baiiliken, fowie das  artig:  ist":  
Ueberivicgen des Pfeiler-  iaß S? Mmia im Kapitol m, Köln, 
haues. Von Säulenbatiten ill 
die große Klofterkirche zu llers feld bcmcrkenswerth. Als Hachgedccktc Pfeiler- 
baliliken nennen wir die Kirchen zu Konradsdorf, Fifchbeclt, Kappenberg 
und Freckenhorlt. Die Gewölbanlagc wurde hier vermuthlich durch den Vor- 
gang der angrenzenden Länder eingebürgert, aber {ie verband lich, namentlich 
in WVeflfalen, am lieblten mit jener Balilikenform, welche einen Wechfel von 
Pfeiler und Säule zeigt. S0 an der Kilianskirche zu Lügde und S. Peter zu 
Soell. Das Aeußere zeigt {ich befonders fchlicht, felblt die Thurmanlage be- 
fchränkt {ich meillens, fogar bei bedeutenden Kirchen, auf einen kräftigen Welt- 
thurm. Gewölbte Pfeilerbaliliken lind die Kirchen zu Arnsburg, der Dom zu 
Soeft und die llrlarienlairche zu Dortmund. Erft in der Uebcrgangszeit 
entfaltet {ich die Architektur in WVellfalen zu reicherer Blüthe. Zu den flatt- 
lichflen Bauten diefei" Epoche gehören die Dome zu Münlter und zu Osnabrück, 
fowie S. Reinoldi zu Dortmund. 
Inzwifchen hatte {ich fchon während der Herrfchaft des Rundbogens eine 
merkwürdige Richtung neben jener gefchilderten in der welifälifchcn Architektur
        

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