Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-790386
wird (Fig. 263). Andere Kapitäle wieder fcheinen eine Verfchmelzung des 
würfelförmigen mit demdaelchartigen zu erflreben, fo das unter Fig. 267 mit- 
getheilte aus dem Kreuzgange der Abteikirche zu Laach. Endlich geht neben 
diefen Formen noch eine freie Umgeflaltung des antiken korinthifchen Ka- 
pitäls her, die bald diefes, bald jenes Motiv des Vorbildes befonders hervorhebt 
und manchmal eben fo anfprechend als originell umwandelt (Fig. 266). Auch 
der Pfeiler wird mehrfach ausgebildet, indem man feine Ecken abfchrägt, ab- 
faßt oder austieft und mit kleinen Eckfäulen verziert (Fig. 268). Einen Ueber- 
blick diefer Formbildungen giebt unfre Fig. 269, wo oben rechts zwei Würfel- 
kapitäle, unten ein Pfeilergelims, links die Ecke eines Pfeilers mitleingefügter 
Säule dargeftellt ift. 
Auch an anderen Gliedern wird eine ähnliche Ausfchmückung mit Vorliebe 
angewandt.- (ileich der Deckplatte des Kapitäls findet [ich oft an den Kämpfer- 
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Fig. 27x. Fries von der Kirche zu Dcnkcnxlorf. 
gefimfcn der Pfeiler, fowie an den Gefimsbändern, namentlich den über der 
Arkaden des Schiffes hinlaufenden, eine reichere bildnerifche Ausfchmückung 
Gewöhnlich befteht diefelbe aus verfchlungenen Ranken mit Blattwerk, odei 
aus gewundenen, einem Flechtwerk ähnlichen Bändern (vergl. Fig. 270 um 
271). Ein befonders fchön entwickeltes Beifpiel folcher Gelimsdecoration gib 
unfre Fig. 272 von keinem fchwväbifchen Denkmal. Vorzüglich beliebt {ind ferne 
das Schachbrett- und das Schuppen-Ornament, erfteres aus einem regel 
mäßigen Wechfel vertretender und ausgetiefter kleiner WVürfel oder Stäbe (be 
n in Fig. 2-123. letzteres aus über einander gcreihten fchuppenartigen Blättern
        

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