Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-790319
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Romanifcher Bauftyl. 
mit der halbkreisförmigerm Altarnifche gefchloffen wurde (Fig. 252). Die Vierung 
wurde von den angrenzenden Theilen durch hohe, auf Pfeilern ruhende Halb- 
kreisbögen (Gurtbögen) getrennt. Diefer ganze Raum bezeichnete als Chor den 
Sitz der Geiftlichkeit. Sodann ließ man 
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Fig. 252. Kirche zu Hucklinguxl (brumlrif-y 
das Querhaus fo weit aus dem Körper 
des Langhaufes vorfpringen, daß feine 
beiden Arme ebenfalls je ein der Vierung 
entfprechendes Quadrat bildeten. Mei- 
{lens ließ man in diefen Kreuzflügeln an 
der Oftmauer kleinere Nifchen für Neben- 
altäre heraustreten, fo daß hier gleichfam 
gefonderte Kapellen entftanden. Was aber 
die Erfcheinung diefer öfllichen Theile 
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Fig. 253. Querrlurchfchnitt der Baülika. 
vorzugsweife charakteriflifch macht, iü die Anlage einer Krypta unter denfelben, 
welche in der älteren romanifchen Zeit keiner bedeutenderen Kirche zu fehlen 
pflegt. Dies {ind niedrige, auf Säulen gewölbte Räume, in welche man von der 
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Fig. 254. Längendurchfchnitt der romauifchen Baülika.  
Oberkirche auf Treppen zu beiden Seiten hinabüeigt. Sie dienten als Begräbniß- 
Rätten der Bifchöfe, Aebte oder frommen Stifter. In baulicher Beziehung find 
die Krypten nicht allein durch die Wölbung, die (ich zuerfi an ihnen ausbildete, 
fondern auch durch dieRückwirkung auf die Gefialt des Chors von Wichtigkeit. Der
        

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