1d Birken genommen und haben ungefähr eine Dicke von I2 Cm. bei einer
änge, die nach dem Bedarf der Lokalität von zwei bis über vier Meter wechfeln.
1 der Regel hat man die damals noch reichlich vorhandenen dicken Baum-
ämme mehrmals gefpalten, den Pfahl fodann mit dem Steinbeil forgfältig be-
auen und am unteren finde, zum Theil vermittelll des Feuers zugefpitzt. (Fig. 4.)
ie Pfähle liehen Llngefähi" 4.0 Cm. von einander entfernt und dann häufig paar-
eife in Reihen geordnet. die mit dem Ufer in der Längenaxe und ebenfo in der
{ueraxe ziemlich genau parallel liehen. (Fig. S.) Eine BYüCliC, LÜC CbCnfElllS auf
fühlen ruhte, flellte die Verbindung mit dem Lande her. Hatte man diefe mit den
amaligen befchränkten Hülfsmitteln überaus mühfame Arbeit des Einrammens der
fähle, welche bei einer einzelnen Niederlallbng bisweilen gegen vierzig Taufend
iihlen, vollendet, fo verband man diefelben durch Querbalken, welche in die Pfähle
ingezapft wurden. Ueber diefe legte man fodann kleine RLIDLllIÖlZCF von 5 bis
Cm. l)urchme1l'er und über diefe in entgegengefetztel" Richtung eine zweite Lage,
romit der Unterbau in genügender Feltigkeit feinen Abfchluß erhielt. (Fig. 6.) Auf
Fig.
Pfahlbau
Jei Callione.
liefen befefligte man mit hölzernen Nägeln flarke Bretter, zwifchen denen man
:lie Ritzen forglich mit Schilfgras und Lehm verßopfte. Ein Eflrich aus einer
Mifchung von Lehm und kleinen Steinen breitete {ich als eigentlicher Fußboden
darüber, um gegen die Feuchtigkeit zu lchützen. Bewundernswürdig ifl; die Ueber-
legung und Sorgfalt, mit der dies Alles ausgeführt wurde. Die Wände der ein-
zelnen Hütten beßanden aus einem einfachen Riegelwerk, welches mit Ruthen
durchflochten und mit Lehm ausgefüllt war und wohl auch mit Brettern bekleidet
wurde. ln der Mitte der Hütte oder in einer Ecke war der aus Sandlleinplatten
hergerichtete Heerd angebracht. Eine Oeffnting im Fußboden, durch eine Art
Fallthür verfchlolfen, llellte die unmittelbare Verbindung mit dem Wailer her.
Die Ueberrelle in den älteflen Pfahlbatlten gehören der jüngeren Steinzeit an
und vervollfläntligen uns in mancher Richtung das Bild, welches wir anderwärts
von jener Epoche gewonnen haben In Fig. 7 geben wir eine Ueberlicht von
Waffen und (Jeräthen, die aus den Schweizer Pfahlbatiten flammen: unter a eins
ß-n üJ-"vIh-uliriwllfli Thon. die noch immer ohne