Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789955
Schmalfeite anfchließenden, durch eine Halbkugel überwölbten Halbkreisnifch 
(Tribunal, Aplis, Concha), welche wahrfcheinlich den Sitz für den Gerichtshc 
bildete. Jene Säulenhallen umgaben einen bisweilen freien, bisweilen auch m 
Hacher Decke verfehenen, in fpäterer Zeit fogar durch Kreuzgewölbe wie an de 
Conllantinsbalilica (Fig. 210) gefchloifenen Raum, das Mittelfchiff, um welch: 
[ich die fchmaleren Seitcnfchiffe, eingefchloden von Mauern mit rundbogige 
Fenflern, herumzogen. Gewöhnlich entflanden auf diefe Weife drei Schiffe, doc 
gab es auch fünffchifnge Balilikexi, durch vier Säulenreihen getheilt, in welchr 
Form die Bafilica Ulpia auf_dem in eine Marmorplatte gravirten alten Pla 
von Rom angedeutet-in (vgl. den reftailrirten Grundriß Fig. 222). Für d. 
Seitenfchiffe fcheint es Regel gewefeil zu fein, daß fie Galerien über {ich hattei 
behufs welcher Einrichtung auf der lunteren Säulenflellung noch eine ZWCiI 
angebracht war.  
Grun 
drifs du: 
Auch das Forum war eine Anlage, welche die Römer mit den Griechc 
gemein hatten, der {ie aber ebenfalls eine großartigere Durchführung gaben. I 
waren dies die Plätze, wo das Volk zu feinen Berathungen und Verfammlungc 
{ich einfand, die Mittelpunkte des {lautlichen Lebens. Sie waren mciH kollh. 
alusgcßattet, mit Nlarmorplatten gepflaflert, mit Bildwerken, Ehrenfäulen, Triumpl 
pforten gefchmückt und rings von lfchattigen Säulenhallen umzogen, an welcl 
{ich dann in reicher Gruppiruiug die Tempel, die Baiilikcim und andere ölfcntlicl 
Bauten anfchloffen. In Rom überbot ein Kaifer den andern in Anlage folch 
Prachtwerke. Von dicfen ungeheuren Werken ifi wenig erhalten; doch gibt d. 
Forum von Pompeji in kleinem Maaßfiabe eine Vorflellung von der eige" 
thümlichen Befchaffenheit folcher Bauten. 
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