Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789890
Räumen jenen fchönen Wechfel der Planformen, welche die Römerbauten zu 
unübßrtrdfenen Vorbildern für reiche und mannigfaltige Raumgliederung macht. 
Was endlich von Fenliern und Thüren aus der Römerzeit vorhanden 
ifl, wie die einfachen Fenfter und die Thür des Veltatempels zu Tivoli, die treff- 
liche Thür des Pantheons, die fchlichte des Tempels zu Cora, die reich decorirten 
zu Balbek und manche 
4 wg s andere befolgen im We- 
Y: W Q fentlichen die von den 
  M   "M" Griechen feftgeftellten Ge- 
    fetze, nur daß die Gliede- 
  rungen eine mehr nüch- 
 gx  terne und trockene, ge- 
Xxw   legentlich auch eine 
  fchwülllige Behandlung 
    verrathen. 
   Wie nun bei den 
  j Römern die Architektur 
ä Xx x Xi recht eigentlich die Die- 
ä Q  nerin des Lebens wird, 
Ö  x ' fo eröffnet {ich ihr ein 
 K unendlich weites Feld 
ä X kiinlllerifchei" Thätigkeit. 
"in X Nicht der Tempel allein 
  ill es mehr, dem eine 
  c ideale Ausbildung ge- 
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I m   fchiedene Lebensäuße- 
K  rung den entfprechenden 
ä  architektonifchen Aus- 
l  druck. Dem gefchäftli- 
j  1' chen Verkehr des Tages 
Fig. 2x5. Profile vom Coloffeum. boten die Bafilikcn 
eine fchirmende Stätte. 
Den Angelegenheiten des Staats dient das l"0rum, um das Geh Tempel, Ba- 
liliken und andere (jllentliche Gebäude oft in impofanter XVeife gruppirten. 
Die lcidenfchaftliche Lult des römifchen Volks an Schaultelltlngen aller Art rief 
die mcilt riefenhaften Anlagen der Theater, Circus, Amphitheater hervor, 
die in der Folge immer prächtiger und xierfehwenderifcher ausgeltattet wurden. 
Dem öffentlichen Vergnügen Llberhatipt waren die großartigen Gebäude der
        

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