Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789869
ihres Wefens liegenden Princip, nach der Spannweite des zu umrahmenden 
Bogens, fei es Thor, Fenller oder Nifche, fchmiegen muß. Sodann erhält die 
Säule, da Iie, vom gemeinfanlen Unterbau der Tempelllufen losgeriffen, einen 
Erfatz heifcht, gewöhnlich einen viereckigen Würfel als Unterlage (Pofiament), 
durch den fie zwar wirkfamer hervortritt, jedoch mit noch fchärferer Betonung 
ihrer ifolirten Stellung. S0 fehen wir 
es an den meillen Triumphbögen (vgl.  X  ' 
 Die Poflamente erhalten ihren - t   
felhfländigen eine entfpre-    
chende Bekröntlng, von denen wir unter  K  
Fig. 212 bei a vom Bogen des Titus, Ä K XXX 
bei b vom Bogen des Conflantin Bei-  Ä Xx 
fpiele hinzufügen. Wir verbinden damit     "  
unter c die Darftellung der beliebteilen n" X 1 
Form korinthifcher Säulenbafen. Oft w   
wird die Säule auch nur als Halb fäule   X 
oder rechtwinkelig vertretender Mauer-  m; g  
ftreifen (Pilafler) gebildet, fo jedoch, "m" a Z 
daß Baiis, Canellirung des Schaftes und  
Kapitäl die Formen der vollen Säule be- WÄHHH-lll ll x x 
folgen. Für den Pilafter wird dann das X; Y 
korinthifche Kapitäl fo umgeflaltet, daß c  
feine Ornamente fichueiner geradlinigen, R 
nicht einer runden Flache anlegen. Pur   
das ionifche Kapitäl war nur die ge- _ X 
bogenc Form des EClllllllS in eine gerade    
zu verwandeln, und das dorifche hatte  X   
bereits an den Anten Vorbild einer ähn- Ä s 
lichen Behandlung gegeben. Der Schaft 
der Säule wird in der römifchen Archi-   t 
tektur oft ganz glatt ohne Canellirung, K  
oder nur von oben zu zwei Dritteln feiner   
Länge canellirt behandelt.  
Wo die vollfländige Säule vor eine R  
Wandlläche gefetzt wird, wie an den  e 
Triumphbögen oder auch zur Aufnahme Figvgm Römifchc Promc vonceümfcnund Ihrer, 
von Gewölben in den großen Sälen der 
Thermen und Bafiliken, da tritt das Gebälk über die Säulen vor und fpringt 
neben ihnen im rechten Winkel zurück, fo daß dadurch würfelartige Mauereckcn 
entliehen, die Verkröpfungeil genannt werden (Fig. 213). Hierher gehört 
noch die Erwähnung einer dem römifchen Baue eigenthümlichen Anordnung, 
zu welcher man durch das blißrerhältniß der Säulenlütige zur Höhe des Bau- 
10'
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.