Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789788
Säulenbau der Römer. 
139 
auf die Kleinheit des Gebäudes zeugt. Die confolenartigcn Sparrenköpfe treten 
dann am Pantheon, und zwar fowohl an der Vorhalle (Fig. 202), wie im Innern 
auf. Den denkbar höchften Reichthum gewinnt dies Kranzgefims aber, wenn zu 
den Sparrenköpfen noch die ionifchen Zahnfchnitte hinzukommen, wie es das 
? 
r 
(ley 
5 Arg  
0_ Sxx t_  kg. 
{alter 
 
   
mx   
fchönße römifche Beifpiel, Fig. 203 vom Dioskurentempel am Forum, aufweiß. 
Um die Anordnung diefes Gefimfes völlig verßändlich zu machen, fügen wir in 
Fig. 204. die Unterlicht, in Fig. 205 die vordereund die Seitenanücht mit dem 
Durchfchnitt durch die Rofette bei. Die malerifchc Wirkung einer folchen Be- 
krönung möge Fig. 206 zur Anfchauung 
Bei diefer Form beruhigte {ich der 
prunkliebende Baufinn der Römer immer 
noch nicht. Man lindet Bauten, an wel- 
chen alle Glieder mit fpielcndcn Dekora- 
tionen überladen lind: fchuppcnförmige 
und fchilfblattartige Ornamente fogar an 
der Platte des Gefimfes, kleine Verzierun- 
b ringen  
 
ä   
MKVJLAÄQLÄWÄÄKVJMKUAJWI 
     
 
gen fogar in den engen Lücken zwifchen l l 
den Zahnfchnitten, wie am Forum des l Fig. 2m von dervmhauc des Panthcm 
Nerva und am Vefpafianstempel, fo daß 
das Auge kaum noch eines Ruhepunktes froh wird. Mit diefer Verfchwendung, 
welche ihre Schätze ausllreut, ohne nach der Bedeutung der einzelnen Formen 
zu fragen, hängt denn ein völliges lVlißxx-rflehen und daraus hervorgehend eine 
Mißbildung der wefcntlichltcn Glieder zufammciu. So fchrumpft gerade an den 
beiden eben genannten Bauten die wichtige Iläingeplatte (185 Gefimfes zu einem 
fchwächlichen Plättchen ein, während der fogenannte Eierflab über den Zahn- 
fchnitten fowohl diefe als auch die Platte durch feine Lmgebührliche Schwer-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.